MP3Sparks: Linux als neue Währung für Musik
Seit Ende 2006 weigern sich alle Kreditkartenfirmen, Transaktionen für MP3Sparks auszuführen. Diesen Meilenstein erwirkte die US-Musikindustrie. Seitdem müssen die Kunden mit verschiedenen Internet-Währungen, Gutscheinen oder per Telefonrechnung bezahlen. Jetzt kann man eine Linux-Live-CD erwerben und sich den Kaufpreis bei MP3Sparks gutschreiben lassen.
Der Anbieter Slivecd verkauft die Linux-Distribution Slackware als Live-CD und verlangt für die verschiedenen Ausstattungsvarianten 10, 20 oder 40 Euro. Ob man auch wirklich eine Live-CD erhält, ist fraglich, schließlich muss man während des gesamten Bestellprozesses keine Adresse angeben, berichtet 'heise.de'. Stattdessen erhält man eine PIN, die man bei MP3Sparks zum Aufladen des Kontos eingeben kann.
Wie auch AllOfMP3.com wurde MP3Sparks.com von der russischen Firma Mediaservices gegründet. Komplette Alben werden dort für 1,50 bis 4 US-Dollar verkauft. Die rechtliche Situation ist umstritten. Die Musikindustrie wirft dem Unternehmen vor, keine Vertriebsrechte für den Verkauf der Musik zu besitzen. Die Betreiber berufen sich auf russische Verträge.
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Michael Diestelberg
Redakteur bei WinFuture
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