Facebook: Werber erhalten Einblick in Nutzerdaten

Wirtschaft & Firmen Das Social Network Facebook will Werbetreibenden zukünftig tiefere Einblicke in die Nutzerdaten gewähren. Das soll die Einnahmen aus der Vermarktung von Anzeigenplätzen weiter steigern. Wie Unternehmenssprecher Elliot Schrage mitteilte, habe man die Datenschutzbestimmungen entsprechend verändert. Werbekunden erhalten dadurch die Möglichkeit, den Verlauf ihrer Kampagnen besser zu verfolgen und stärker auf bestimmte Zielgruppen hin zu optimieren.

Die Nutzer sollen sich aber weiterhin keine Sorgen machen müssen, dass ihre Daten missbraucht werden. Immerhin würden diese anonymisiert, bevor sie für die Optimierung von Anzeigenschaltungen zum Einsatz kommen. Im Grunde tue man nichts anderes, als verschiedene andere Anbieter im Web schon länger täten, so Schrage.

Eine weitere Datenschutz-relevante Änderung wird wohl die Nutzung von Geolocation-APIs zur Standortbestimmung des Nutzers. Bei Einträgen auf der Pinwand oder im Status-Bereich soll zukünftig auch sichtbar sein, wo sich der Nutzer beim verfassen des Beitrages aufhielt.

Diese Funktion greift aber nur, wenn der User sie explizit freigeschaltet hat, so die Neufassung der Datenschutzbestimmungen. Für das Feature greift Facebook dabei voraussichtlich auf Webservices zurück, die einen Nutzer anhand einer Dreieckspeilung von WLANs in der Umgebung lokalisieren können. Auch Google Maps nutzt solche Services bereits.

Die Facebook-Betreiber haben die neuen Datenschutzbestimmungen vorab veröffentlicht und laden die Nutzer ein, ihre Meinung abzugeben. Sieben Tage räumt man dafür als Frist ein.
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