Windows 7: MS sieht keine Gefahr durch Netbooks

Windows 7 Microsoft hat klar gestellt, dass man den Netbook-Markt als Chance betrachtet und nicht als Bedrohung für die eigenen Umsätze. Hintergrund sind Bedenken, wonach Microsoft die Lizenzen für Windows 7 bei Netbooks günstiger abgeben müsste, um seinen hohen Marktanteil zu sichern. Microsofts Finanzchef Chris Liddell erklärte nach Angaben von Mary-Jo Foley anlässlich der Citi Annual Global Technology Conference, dass man in Redmond davon ausgeht, dass die Netbooks noch lange nicht "erwachsen" sind. Offenbar rechnet der Softwarekonzern mit steigenden Preisen und sich weiter verbessernden Ausstattungsmerkmalen.

Dies würde den Herstellern die Möglichkeit geben, die Installation höherpreisiger Varianten von Windows 7 vorzunehmen, so Liddell. Außerdem rechnet Microsoft seinen Angaben zufolge nicht damit, dass Netbooks noch stark an Marktanteilen gewinnen. Derzeit würden die Mini-Notebooks einen Anteil von 10 bis 15 Prozent an der Gesamtzahl der verkauften PCs haben. Künftig werde dieser Wert nur noch um ein bis zwei Prozentpunkte zulegen, so die Prognose von Microsoft.

Microsoft will den PC-Herstellern außerdem noch für einen gewissen Zeitraum nach der Einführung von Windows 7 die Vorinstallation von Windows XP auf Netbooks ermöglichen, erklärte Liddell weiter. Damit will man vor allem den Bereich der niedrigpreisigen Geräte bedienen.

Außerdem gab sich Liddell zuversichtlich, dass Microsoft mit Windows 7 auf Netbooks vor allem die Kunden ansprechen kann, für die der niedrigere Preis der Geräte eher eine untergeordnete Rolle spielt, weil sie vor allem die kompakte Bauform der Geräte schätzen. Diese Kunden seien gerne bereit, einen Aufpreis für eine Premium-Variante von Windows 7 zu zahlen.

WinFuture Special: Windows 7
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