UMTS-Netze: Mehr Last durch E-Mails als durch Web
Ausschlaggebend hierfür sei nicht das Datenvolumen der E-Mails selbst, sondern die ständige Kontaktaufnahme zwischen Server und Client, ob denn neue Nachrichten vorlägen. E-Mail Anwendungen beanspruchen so derzeit 69 Prozent des Gesamtaufkommens an solchen Signal-Ressourcen.
Der Abruf von Webseiten ist zwar inzwischen für 70 Prozent des Datentransfers in Mobilfunknetzen verantwortlich, allerdings werden hierfür nur 12 Prozent der Signal-Ressourcen benötigt, erläuterte Mike Schabel, Forschungsdirektor bei den Bell Labs. P2P-Applikationen würden im Verhältnis sogar noch effizienter arbeiten.
Das Problem sei, dass immer mehr Anwendungen hinzukämen, die ähnlich arbeiten wie E-Mail, seien es nun standortbezogene Dienste, Aktienticker oder ähnliche Informationsangebote. Die Netzbetreiber müssen sich laut Schabel also darauf einstellen, dass die eigentliche Schwierigkeit zukünftig nicht so sehr in der Übertragung großer Datenmengen, sondern eine hohen Zahl an kleineren Transaktionen liegt.
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Christian Kahle
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