TV-Streamer Zattoo muss ARD und ZDF abschalten
Angeblich fügt Zattoo den Streams der beiden öffentlich-rechtlichen Sender unerlaubt eigene Werbespots hinzu, wenn diese von der Firma über ihren Streaming-Player verbreitet werden, meldet die Zeitung 'The Guardian'. Der Schweizer Anbieter wehrt sich gegen die Vorwürfe und verweist auf seine Lizenzverträge. Dennoch hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass Zattoo bis zum Abschluss des Verfahrens ARD und ZDF nicht mehr übertragen darf.
Zattoo zeigt zwar Werbung an, aber nur dann, wenn die Nutzer den Kanal wechseln. Dabei wird ein Werbebanner angezeigt, während der Stream des gewünschten Senders gepuffert wird. Das Unternehmen versucht nach eigenen Angaben mit viel Aufwand, mögliche Lizenzkonflikte von vornherein zu vermeiden und vollkommen legal zu arbeiten.
Zattoo ist in mehreren europäischen Ländern aktiv und überträgt die Programme diverser Fernsehsender per Streaming ins Internet. Zu den Partnern, deren Kanäle ausgestrahlt werden, gehören neben den deutschen öffentlich-rechtlichen Sendern auch die BBC, Eurosport, MTV und Al Jazeera. Das kostenlose Angebot wird weltweit von rund vier Millionen Zuschauern genutzt.
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