Datenskandal: Bahn-Chef Mehdorn tritt zurück
Wie der 66-jährige Manager heute mitteilte, habe er dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Deutschen Bahn, Werner Müller, seinen Posten angeboten. Damit wolle er Schaden vom Unternehmen abwenden. "Ich gehe davon aus, dass noch vor der Sommerpause ein Nachfolger gefunden wird", sagte Mehdorn.
Falsches Handeln wollte er allerdings nicht eingestehen. Es habe niemand etwas rechtswidriges getan, was die Untersuchung der Sonderermittler bestätigen werde, so Mehdorn. Auch persönlich habe er sich nichts vorzuwerfen, führte der Manager weiter aus.
Zuvor hatte das Unternehmen eingeräumt, dass während des Streiks der Lokführer im Jahr 2007 E-Mails der Gewerkschaft GDL gelöscht wurden. Hintergrund sollen die von den zahlreichen Nachrichten verursachten technischen Probleme sowie die Unrechtmäßigkeit von ihrem Versand über das Netz der Bahn sein.
Kürzlich wurde außerdem bekannt, dass der E-Mail-Verkehr automatisiert nach Namen bestimmter Journalisten durchsucht wurde. So wollte man herausfinden, welche Beschäftigten Informationen an die Presse weitergaben.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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