Microsoft: Leiharbeiter-Protest gegen Lohnkürzungen

Wirtschaft & Firmen Die bei Microsoft tätigen Leiharbeiter haben damit begonnen, sich vorsorglich gegen offenbar bevorstehende Gehaltskürzungen zu organisieren. Den Startschuss setzte ein Mitarbeiter der Leiharbeitsfirma Volt. Zuvor hatte der 'Seattle Post Intelligencer' davon berichtet, dass Microsoft die Zahlungen an diese Unternehmen um 10 Prozent reduzieren will. Mit Aditi Staffing soll zumindest eine Leiharbeitsagentur bereits mitgeteilt haben, die Kürzungen an ihre Beschäftigten, die derzeit bei Microsoft im Einsatz sind, weiterzugeben.

Gestern wurde deshalb eine Kampagnen-Seite eingerichtet, die den Protest dagegen organisieren soll. Die Einseitige Kürzung der Bezüge durch Microsoft sei ein Verstoß gegen die ausgehandelten Verträge und damit illegal, so der Initiator. Vorerst beschränkt sich das Projekt auf die Sammlung von Unterzeichnern einer Petition an den Microsoft-Vorstand.

Aber auch eine Klage gegen den Konzern und die Leiharbeitsfirmen wird bereits in Erwägung gezogen. Weitere Informationen dazu sollen noch folgen, heißt es. "Als ich meine Arbeit aufgenommen habe, unterschrieb ich einen Vertrag, der auch die Bezahlung regelte. Dieser ist für beide Seiten bindend", sagte der Leiharbeiter, der allerdings nicht namentlich genannt werden will.

Auch Festangestellte bei Microsoft müssen offenbar mit Lohnkürzungen rechnen. Das Unternehmen will damit seine Wettbewerbsfähigkeit in der Weltwirtschaftskrise verbessern. Vor einiger Zeit wurde im Rahmen dessen bereits die Entlassung von 5.000 Mitarbeitern angekündigt.
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