Telekom: Die "letzte Meile" wird deutlich teurer

Wirtschaft & Firmen Die Deutsche Telekom will zukünftig mehr Geld für die "letzte Meile" kassieren, die so genannte Teilnehmeranschlussleitung (TAL). Die Gebühr soll am 1. April um 23 Prozent von 10,50 Euro auf 12,90 Euro steigen. Der entsprechende Antrag zur Genehmigung der Gebührenerhöhung wurde bereits bei der Bundesnetzagentur eingereicht. Die Telekom begründete ihre Entscheidung damit, dass die Kosten pro Anschluss gestiegen sind. Zudem verliert man immer mehr Festnetzkunden an die Mobilfunk- und Kabelnetzbetreiber. Zudem werden die Kosten für den sozialverträglichen Personalumbau geltend gemacht, erklärte Vorstand Timotheus Höttges.

Außerdem benötigt die Telekom laut Höttges neue Anreize für weitere Infrastrukturinvestitionen. "Ein zu niedriges TAL-Entgelt entwertet aber die Investitionen der Deutschen Telekom und auch der anderen Netzbetreiber, die beispielsweise in Kabelnetze oder in Glasfaserausbau bis zum Kunden investieren."

Der Bundesverband der Breitbandkommunikation (BREKO), in dem die Konkurrenten der Telekom organisiert sind, sprach sich dagegen für eine Senkung des TAL-Entgelts aus. "Die Absenkung des TAL-Entgelts ist eine wichtige Voraussetzung, um Investitionen in die Netze der nächsten Generation zu ermöglichen", erklärte BREKO-Geschäftsführer Rainer Lüddemann.
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Interessante Artikel & Testberichte
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!