Telekom-Konkurrenten: "Letzte Meile 25% billiger!"

Breitband Vier der größten alternativen Telekommunikations- und Infrastrukturanbieter haben in einer gemeinsamen Erklärung eine "deutliche Senkung der TAL-Entgelte um 25 Prozent" von Politik und Regulierung gefordert. Sie stellten sich damit direkt gegen einen aktuellen Antrag der Deutschen Telekom, in dem eine Erhöhung der Gebühren für die Vermietung der Teilnehmeranschlussleitung (TAL), der so genannten "letzten Meile", um 23 Prozent gefordert wurde.

Dagegen haben sich HanseNet, Telefónica Deutschland, Versatel und QSC nun zusammengeschlossen. Sie drohen mit einer Einstellung von Investitionen, wenn die Telekom ihre Pläne bei der Bundesnetzagentur durchsetzen kann.

Zurzeit prüfen die beteiligten Unternehmen die Investitionen für das laufende und die nächsten Jahre sowie den Einsatz neuer Technologien. "Ohne ein positives Signal im Sinne eines deutlich abgesenkten TAL-Entgeltes sehen wir für dieses Jahr keine Basis für zusätzliche Investitionen in neue Infrastruktur und Technologie sowie einen funktionierenden Wettbewerb am deutschen Markt", sagte Carlos Lambarri, Geschäftsführer von HanseNet.

Um 25 Prozent soll die Bundesnetzagentur die Gebühren reduzieren, so die Forderung. Davon versprechen sich die Unternehmen bei konservativer Schätzung eine Kosteneinsparung in den nächsten fünf Jahren von ca. 1,2 Milliarden Euro für alle alternativen Anbieter, hieß es.

Das entsprechende Verfahren zur Festlegung der TAL-Entgelte hat bereits am 20. Januar 2009 begonnen. Die Unternehmen rechnen mit einer entsprechenden Entscheidung bis zum 31. März dieses Jahres.
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