600 Verfahren gegen Kunden von Kinderporno-Seite

Recht, Politik & EU Binnen der letzten zwei Monate wurden von Staatsanwaltschaften bundesweit etwa 600 Ermittlungsverfahren gegen mutmaßliche Nutzer einer Seite eingeleitet, die Kinderpornographie anbot. Den Ermittlern war es zuvor gelungen, die Kundendatenbank zu knacken. Rund 4.000 Einträge von Anwendern wurden demnach sichergestellt, die ein Zugangsabo für 100 Dollar im Monat abgeschlossen hatten. Einige hundert Datensätze wiesen dabei auf Kunden aus Deutschland hin.

Während frühere Schläge gegen die Szene, darunter die "Operation Himmel", sich im nachhinein als Luftnummern entpuppten, war man diesmal offenbar erfolgreich. Nach Angaben der Oberstaatsanwaltschaft wurden bundesweit bei rund 500 Verdächtigen Hausdurchsuchungen stattgefunden, in 470 Fällen seien dabei "erhebliche Mengen kinderpornografischen Materials" sichergestellt worden.

Die Leitung der Ermittlungen hatte die Staatsanwaltschaft Bonn inne. Diese hat die Fälle nun an die zuständigen Organe der jeweiligen Bundesländer weitergegeben. Unklar sind allerdings bisher die Hintermänner, von denen die Seite betrieben wurde. Die Ermittlungen laufen nun in diese Richtung weiter.
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