PDC: Windows Azure - Das "Online-Windows" ist da

Das System basiert auf einem flexiblen Hypervisor, der die Ressourcen der Hardware ganz nach Bedarf nutzbar macht. Über ihn wird die gesamte Infrastruktur gesteuert. Ein so genannter "Fabric Controller" trennt dabei Betriebssystem und Web-Anwendungen und übernimmt sämtliche Management-Aufgaben.

Server-Models werden einfach mit Hilfe von XML realisiert, sie können also mit jedem beliebigen Werkzeug verändert und erstellt werden. Microsoft selbst nutzte zur Entwicklung das hauseigene Visual Studio. Die Erprobung von auf Windows Azure basierenden Anwendungen kann mit Hilfe von lokal arbeitenden Tools erfolgen, die sämtliche Funktionen von Microsofts "Internet-Betriebssystem" auf den Desktop des Entwicklers holen.

Grundsätzlich handelt es sich bei Windows Azure laut Ozzie und seinen Mitstreitern um eine vollkommen offene Plattform, die von jedermann genutzt werden kann. Sie soll sowohl den größten Unternehmen, als auch Hobby-Entwicklern gute Dienste leisten, wenn es um den Betrieb von Web-Anwendungen geht.

Microsoft selbst wird sämtliche Online-Dienste auf Windows Azure umstellen, dies schließt auch die Windows Live Services, SQL Services, Microsoft.com und MSN ein. Die Redmonder dürften also zumindest am Anfang selbst ihr bester Kunde sein.

Die Vermarktung von Windows Azure soll in Zusammenarbeit mit den zahllosen Partnern von Microsoft erfolgen. Die Abrechnung gegenüber dem Kunden erfolgt wahrscheinlich aufgrund der vom ihm genutzten Ressourcen und Services.

Windows Azure ist nach Auffassung von Microsoft eine Plattform, die den Partnern "die Entwicklung von Killer-Applikationen einfacher macht" als je zuvor.

Weitere Informationen: Windows Azure

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