Windows '7' M3: Neuerungen & Bilder der Build 6780
Sie zeigen vor allem optische Veränderungen.
Auf den Bildern der Windows Codename "7" Milestone 3 Build 6780, die derzeit an einen kleinen Kreis ausgewählter Tester verteilt wird, ist zu erkennen, dass Microsoft sich offenbar bemüht, das Design der Aero-Oberfläche weiter zu verfeinern. Es sind verschiedene Maßnahmen zu Steigerung der Konsistenz zu sehen.
Insgesamt wirkt die Aero-Oberfläche auf den Screenshots von ThinkNext unter Windows "7" edler als unter Vista. Das Startmenü wurde praktisch auf Hochglanz poliert und auch die Fenster des Windows Explorers wirken heller. Mit ihrem silbrig-bläulichen Design erinnern sie an die Windows Live Anwendungen, Microsoft will also eine möglichst einheitliche Linie verfolgen.
Nimmt man das Startmenü näher unter die Lupe, so fällt auf, dass die Zahl der darin ab Werk enthaltenen Programme gesunken ist. Dies ist auf die zunehmende Auslagerung der bisher in Windows selbst enthaltenen Mail-, Multimedia- und System-Programme zurück zu führen, die künftig kostenlos als optionale Zusatz-Downloads angeboten werden.
Es gibt aber auch einige Neuerungen, denn nun ist unter anderem auch ein Viewer-Tool für XPS-Dokumente an Bord. Bisher musste immer der Internet Explorer genutzt werden. Interessant ist auch die Integration einer neuen Funktionalität, die mit Hilfe von so genannten "Accelerators" das schnellere Abrufen von Informationen ermöglicht.
Diese Accelerators kommen bisher bereits beim Internet Explorer 8 zum Einsatz. Sie ermöglichen dort schnellen Zugriff auf bestimmte Web-Dienste. Benötigt man zum Beispiel eine Begriffserklärung markiert man einfach das jeweilige Wort, ruft per Rechtsklick einen Accelerator auf, der auf ein Online-Lexikon zugreift und gelangt so auf kürzestem Weg zu seinem Ziel.
Wie die Adaption der vom Internet Explorer 8 bekannten "Beschleuniger" in Windows "7" genau aussehen wird, bleibt allerdings abzuwarten, es ergeben sich aber mit Sicherheit diverse Möglichkeiten, einen solchen Ansatz sinnvoll zu nutzen.
Wie bereits berichtet, wurden die ab Werk enthaltenen Anwendungen teilweise stark überarbeitet. Neben WordPad und Paint, die jetzt beide im Design von Office 2007 daher kommen, wurde auch der Rechner neu überarbeitet. Er wurde visuell aufgepeppt und hat einige Konvertierungsfunktionen für Datumsangaben, Zeiträume und Einheiten erhalten.
Wie erwähnt wird auch der Explorer weiter optimiert. So trägt der Bereich, der früher als "Meine Dokumente" bezeichnet wurde, jetzt den Namen "Libraries". Offenbar halten also die aus frühen Testversionen von Windows Vista bekannten "virtuellen Ordner" in Windows "7" Einzug. Sie erlauben die Zusammenfassung von Dateien, die an verschiedenen Orten auf der Festplatte gespeichert sind, in einem virtuellen Ordner, ohne dass sie dazu kopiert oder verschoben werden.
Mit Windows "7" legt Microsoft nun offenbar Windows Update und das Security Center an einem zentralen Ort zusammen - dem so genannten Windows Solutions Center. Dort soll der Anwender künftig offenbar die meisten Wartungsaufgaben zentral erledigen können, schließlich gleichen sich die Funktionen der bisher getrennten Einstellungsdialoge ohnehin weitgehend.
Die kosmetischen Veränderungen gehen auch bei dem Dialog für die Display-Einstellungen weiter. Der schon seit Windows 95 immer gleich gebliebene Dialog für das Anpassen der Bildschirm-Darstellung wird in Windows "7" offensichtlich durch eine komfortablere Lösung ersetzt.
Gleiches gilt auch für den erst seit Windows Vista enthaltenen Dialog zur Personalisierung der Windows-Oberfläche. Dieser wird für "7" neu überarbeitet und erweitert. Er soll so alle Einstellungsmöglichkeiten an einem Ort vereinen, die bisher über verschiedene Menüs verstreut waren.
Weitere Bereiche, in denen kosmetische Verbesserungen vorgenommen wurden, sind der Windows Media Player und das Kontextmenü. Der Media Player wurde ebenfalls aufgehellt und wirkt nun etwas freundlicher als bisher. Im Kontextmenü finden sich nun die zusätzliche Einträge für den Zugriff auf die Gadgets der Sidebar und Einstellung der Display-Eigenschaften.
In den zwei inzwischen veröffentlichten Videos zeigen die Blogger von ThinkNext zusätzlich auch noch, wie der Start-Button nun bei Berührung mit der Maus zu strahlen beginnt und wie sich der neue, stark erweiterte Rechner nutzen lässt. Windows "7" wird nach aktuellem Kenntnisstand Ende 2009 bzw. Anfang 2010 erscheinen. In der letzten Woche gab es jedoch Hinweise darauf, dass eine Veröffentlichung auch schon im Juni nächsten Jahres erfolgen könnte.
WinFuture Screenshots: Windows 7 M3 Build 6780 (43 Bilder)
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