EU droht Mobilfunkern: SMS-Preise im Ausland runter

Handys & Smartphones Bei den Gesprächsgebühren haben die Mobilfunkanbieter bereits auf Druck der Europäischen Union eine Senkung bei Telefonaten in und aus dem Ausland vorgenommen. Jetzt sollen auch der Empfang von SMS-Nachrichten im Ausland günstiger werden. Die EU setzte den Netzbetreibern jetzt eine letzte Frist. Die Provider sollen nun endlich die Gebühren für das Herunterladen von SMS im europäischen Ausland reduzieren. Die für Telekommunikation zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding warnte die Anbieter nun, dass sie nur noch knapp zwei Wochen Zeit dafür haben. Sollten die Firmen nicht von selbst reagieren, muss die EU Maßnahmen ergreifen, so die Warnung.

Im Juli will die EU-Kommission die derzeit gültigen Gebührenstrukturen offen legen. Reding kündigte an, dass anhand der Daten entschieden werde, ob neue Regelungen auf EU-Ebene eingeführt werden müssen oder nicht. Ihren Angaben zufolge hat sich in den letzten Monaten keine zufriedenstellende Entwicklung ergeben - der Preis für SMS im Ausland viel durchschnittlich nur von 29 auf 28 Cent.

Den Mobilfunkbetreibern drohen daher Sanktionen der EU. Schon bei den Gebühren für internationale Gespräche hatten die Unternehmen erst in letzter Minute auf den Druck der EU reagiert. Die Europäische Kommission geht davon aus, dass die Netzbetreiber versuchen, sich durch hohe Transfergebühren zusätzliche Einnahmen zu verschaffen.
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