Computer nehmen Einblick in Gehirnaktivitäten

Forschung & Wissenschaft Wissenschaftler haben begonnen, die Gedanken des Menschen mit Computern zu erfassen. Dafür werden die Gehirne von Probanden gescannt, während an einen bestimmten Begriff gedacht wird. Eine Vielzahl entsprechender Informationen wird miteinander verglichen. Wie das renommierte Wissenschaftsmagazin Science berichtet, sollen so Erkenntnisse darüber erlangt werden, wie und wo im Gehirn bestimmte Gedanken gespeichert werden. Die Forscher versprechen sich daraus Rückschlüsse zur Behandlung von Sprach- und Lern-Störungen.

"Es geht schlicht um die Frage, die sich die Menschen schon seit Jahrhunderten stellen: 'Wie organisiert das Gehirn Wissen?'", sagte Tom Mitchell, von der Carnegie Mellon University in Pittsburgh. Die technischen Möglichkeiten für eine solche Forschung kamen aber erst in den letzten 10 bis 15 Jahren auf.

Für die Untersuchungen wurde eine MRI-Anlage (Magnetic Resonance Imaging) eingesetzt, die Scans der Hirnaktivität in Echtzeit ermöglicht. Eine Gruppe von neun Studenten wurde dabei untersucht, die nacheinander an 58 verschiedene Begriffe denken mussten.

Die aufgezeichneten Denkmuster sehen zwar ähnlich aus, unterscheiden sich aber in kleinen Details, so Mitchell. Diese werden jetzt analysiert. In einer kommenden Phase der Studie wollen die Wissenschaftler Reaktionen beim Denken an ganze Wortgruppen auswerten. Mitchell zeigte sich aber nach den aktuell vorliegenden Daten bereits überrascht, wie genau die Ergebnisse zu einem einzelnen Wort bei allen neun Probanden zusammenpassten.
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