Intel drängt in den Markt für Unterhaltungselektronik
Vor einigen Jahren habe man noch Akquisitionen getätigt, die nicht besonders erfolgreich waren, sagte Pat Gelsinger, Leiter von Intels Digital Enterprise-Sparte, in einem Interview mit der britischen Wirtschaftszeitung 'Financial Times'. Statt etwas mehr Geld für führende Technologieanbieter in bestimmten Bereichen auszugeben, kaufte man eher Firmen aus der zweiten und dritten Reihe. Das, so Gelsinger, mag der Fehler gewesen sein.
Außerdem versuchte man, die neu erworbenen Unternehmen stets schnell in das Konzerngefüge zu integrieren, statt einige als Tochtergesellschaften weiterarbeiten zu lassen. Das brachte zusätzliche Probleme mit sich und führte letztlich dazu, dass Intel sich von mehreren Tätigkeitsbereichen trennte. Höhepunkt war hier 2006 der Verkauf der XScale-Produktlinie für 600 Millionen Dollar an Marvell Technology.
"Wir haben unsere Lektion gelernt", sagte Gelsinger. Ein Beleg dafür sei Havok. Der irische Anbieter interaktiver Software für Multimediasysteme wurde im September akquiriert. Die Firma arbeitet weitgehend eigenständig als Tochter weiter und wurde inzwischen zu einem Kern von Intels Geschäft im Visual Computing- und Grafik-Bereich.
Mit weiteren Zukäufen will man nun die eigene Position im Markt für Unterhaltungselektronik stärken. Hier können klassische IT-Unternehmen in der nächsten Zeit mit guten Zuwächsen rechnen. Laut Gelsinger setze man außerdem auf eine starke Steigerung des Marktes für Smartphones, mobile Internet-Geräte und Systeme für neue drahtlose Breitband-Technologien wie WiMAX.
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