Markt für digitale Unterhaltungselektronik boomt
Das teilte der IT-Branchenverband BITKOM heute in Berlin mit. Basis ist eine aktuelle Erhebung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag des European Information Technology Observatory (EITO). "Der Boom bei hochauflösenden Flachbildfernsehern und neue Technologien wie 3D oder Blu-ray treiben den Geräteverkauf an", sagte BITKOM-Vizepräsident Achim Berg.
Die Nachfrage nach analogen Geräten, also etwa Radios und Röhrenfernseher, schrumpft hingegen abermals um 5 Prozent auf 0,7 Milliarden Euro. Mit Abstand wichtigstes Marktsegment bleiben die Flachbildfernseher. Sie stehen in diesem Jahr für fast die Hälfte (49,3 Prozent) der Umsätze mit Unterhaltungselektronik.
Auf Rang zwei folgen Digitalkameras (12,4 Prozent), danach Spielekonsolen und Set-Top-Boxen (je 5,2 Prozent), Autonavigationssysteme (4,7 Prozent), Aufnahmemedien wie DVD-Rohlinge (4,3 Prozent) sowie sonstige digitale Unterhaltungselektronik wie MP3-Player und DVD-Player (13,7 Prozent).
Der Trend zu hochauflösenden TV-Inhalten fördert auch den Verkauf von Zusatzgeräten. So steigt der Umsatz mit digitalen Set-Top-Boxen in diesem Jahr um 33 Prozent auf 690 Millionen Euro. In diesen Geräten ist mittlerweile oft ein Festplattenrekorder integriert. Mit Blu-ray-Playern werden voraussichtlich 210 Millionen Euro umgesetzt, ein Plus von 82 Prozent gegenüber 2009.
"Ein weiterer aktueller Trend ist die Heimvernetzung, also die Verbindung von Fernseher, Musikanlage, Computer, Handy und Co.", gab Berg einen Ausblick in die nahe Zukunft. Das Ziel ist das "Eine-Fernbedienung-Haus". Mit ihr werden alle elektronischen Haushaltsgeräte gesteuert - sowie Licht und Heizung.
Laut Befragung würden die meisten Deutschen (28 Prozent) ihr Haus am liebsten per Handy steuern. Es folgen Laptops und Netbooks (13 Prozent), PCs (12 Prozent), Fernseher (10 Prozent) und Tablet-PCs (5 Prozent).
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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