TorrentSpy beugt sich dem Druck der US-Filmindustrie
In der Mitteilung heißt es, dass die Schließung nicht aufgrund einer gerichtlichen Entscheidung erfolgt, sondern das rechtliche Klima in den USA sei zu feindselig. TorrentSpy investierte nach eigenen Angaben in den letzten zwei Jahren hunderttausende Dollar, um die Rechte der Nutzer zu verteidigen. Woher das Geld stammt, bleibt wohl ewig ein Geheimnis.
Bereits im letzten Jahr gewann die US-Filmindustrie ein Verfahren gegen TorrentSpy. Die Richterin Florence-Marie Cooper vom kalifornischen Bezirksgericht brach das Verfahren zu Gunsten der Kläger ab. Die Beschuldigten haben Beweise gefälscht und unterschlagen, hieß es in der Urteilsbegründung. Die Richterin bezeichnete die Angeklagten als "aufsässig". "Sie haben systematisch und in großem Umfang Beweise vernichtet und unter Eid falsch ausgesagt."
Zudem wurden die Betreiber von TorrentSpy aufgefordert, die IP-Adressen der Nutzer zu protokollieren. Daraufhin sperrte man Anwender aus den Vereinigten Staaten aus. Im Endeffekt führte das nun zur Schließung des Torrent-Portals. In der Mitteilung heißt es, dass die auferlegten Maßnahmen nicht nur gegen die Datenschutzregeln von TorrentSpy verstoßen, sondern auch gegen internationales Recht. Um die privaten Daten der Nutzer schützen zu können, wird der Betrieb nun eingestellt.
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