Chuck Norris lässt sich nicht veräppeln... er verklagt
Mittlerweile dürfte jeder die bekannten Sprüche im Stil von "Chuck Norris hat bis zur Unendlichkeit gezählt ... und das sogar zwei Mal" kennen. Dem Protagonisten selbst sind natürlich ebenfalls bestens bekannt, doch seine Begeisterung dafür hält sich offenbar stark in Grenzen - besonders dann, wenn findige Verleger auf seine Kosten Geld verdienen wollen.
Deshalb hat Norris am Freitag gegen den US-Verlag Penguin Books Klage eingereicht, weil dieser ein Buch vertreibt, das seinen bekannten Namen angeblich unberechtigt missbraucht. Das Buch enthält eine Vielzahl der "Fakten" über den Kampfkunstspezialisten, die seit Jahren durch das Internet geistern. Neben dem Verlag geht Norris auch gegen den Autor und zwei von ihm zur Bewerbung des Buches betriebene Websites vor.
Die Beklagten versuchen laut Klageschrift unberechtigt von der Popularität der Witze über Norris zu profitieren. Dabei bedienen sie sich angeblich teilweise auch wenig erfreulicher Witze, die den Schauspieler in Zusammenhang mit rassistischen, unzüchtigen und illegalen Handlungen bringen, so die Vorwürfe.
Norris wirft den Machern des Buches vor, seinen Namen ohne vorherige Zustimmung missbraucht zu haben, um auf diesem Weg persönlichen Profit daraus zu schlagen. Er fordert nun Schadenersatz in ungenannter Höhe wegen Urheberrechtsverletzungen, unrechtmäßiger Bereicherung und Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte.
Der Schauspieler, dessen eigentlicher Name Carlos Ray Norris lautet, will mit der Klage nach eigenen Angaben zeigen, dass ihm nicht egal ist, womit sein Name in Verbindung gebracht wird. Der beklagte Autor muss seinem Buch "The Truth About Chuck Norris: 400 Facts About The World's Greatest Human" nun wohl noch den Spruch "Chuck Norris lässt sich nicht veräppeln... er klagt dagegen" hinzufügen.
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