Filesharing-Protokoll BitTorrent wird kommerzialisiert
Die von BitTorrent-Erfinder Bram Cohen gegründete gleichnamige Firma hat gestern einen neuen Service vorgestellt, den Medienfirmen für die Verbreitung ihrer Produkte mit Hilfe von Filesharing-Technologie nutzen können. BitTorrent DNA, so der Name des Dienstes, hat bereits einen ersten kommerziellen Nutzer gefunden. Die US-Firma Brightcove will das System für den Vertrieb von Streaming-Videos einsetzen.
Brightcove bedient seinerseits bereits eine Reihe großer amerikanischer Medienunternehmen, darunter CBS, Fox, Viacom und die New York Times. Welche Art von Inhalten Brightcove via BitTorrent vertreiben will, gaben die beiden Unternehmen zunächst nicht bekannt. BitTorrent DNA soll vor allem dazu beitragen, dass die Kosten für die Auslieferung von Multimediainhalten und Software sinken.
Derzeit müssen Medienfirmen rund 20 US-Cent für jede Programmstunde aufbringen, die über das Internet verbreitet wird. Nach Angaben von BitTorrent kann die Filesharing-Technologie diese Kosten deutlich reduzieren. Auf die Nutzung von BitTorrent für den freien Tausch von Daten über das Internet soll die Kommerzialisierung der Technologie keinen Einfluss haben.
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