Anbieter illegaler Downloads muss für 2 Jahre in Haft

Internet & Webdienste Es gibt neben den einschlägig bekannten Filesharing-Netzwerken, die auch gern zur illegalen Verbreitung von urheberrechtlich geschützten Inhalten genutzt werden, auch noch ein weiteres Problem, das der Software-Industrie seit Jahren Kopfzerbrechen bereitet - die kommerzielle "Piraterie". In den USA ist nun ein Mann wegen des Betriebs eines Download-Angebots verurteilt worden, dessen "Kunden" gegen eine monatliche Gebühr Zugriff auf zahlreiche illegal kopierte Software-Produkte erhielten. Der 36-Jährige muss für zwei Jahre ins Gefängnis.

Für drei weitere Jahre wird er auf Bewährung entlassen. Der Mann aus Salt Lake City im US-Bundesstaat Utah hatte sein illegales Angebot seit Anfang 2005 betrieben, bis das FBI die Seite im Mai 2006 vom Netz nehmen ließ. Unter anderem bot er Produkte von Firmen wie Adobe, Apple, Symantec und Microsoft zum Download an.

Der Betreiber hatte durch Nutzungsgebühren von monatlich 125 US-Dollar insgesamt 20 000 US-Dollar eingenommen. Er wurde schließlich von einem Undercover-Agenten des FBI dingfest gemacht, der sich als Nutzer registriert und Software im Wert von gut 30 000 US-Dollar zur Beweissicherung heruntergeladen hatte.

Insgesamt soll der Software-Industrie durch das illegale Angebot ein Schaden von rund 2,5 Millionen US-Dollar entstanden sein.
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