RIAA: Apples Jobs soll lieber vor eigener Tür kehren

Internet & Webdienste Apple-Chef Steve Jobs sorgte vor einigen Tagen für Aufsehen, als er eine Stellungnahme veröffentlichte, in der er die großen Plattenfirmen dieser Welt auffordert, endlich von der Nutzung von Digitalem Rechtemanagement (DRM) abzusehen. Jetzt hat der Verband der US-Musikindustrie RIAA reagiert und Jobs' Forderung abgelehnt.

RIAA-Boss Mitch Bainwol sagte, dass Apple lieber darüber nachdenken solle, sein eigenes DRM-System FairPlay für andere Online-Musikverkäufer zu öffnen, statt die generelle Abschaffung zu fordern. Dadurch würde eine der Hürden für die Wiedergabe der Download-Musik anderer Anbieter wegfallen, so Bainwol.

Jobs hatte argumentiert, dass eine Abschaffung von DRM-Beschränkungen beim Online-Vertrieb von Musik einer positiven Entwicklung des Marktes zuträglich sein würden. Die vier großen Plattenfirmen EMI, Sony BMG, Universal und Warner halten bisher an ihrer Meinung fest, dass DRM notwendig ist, um die illegale Verbreitung der Inhalte zu verhindern.

Der RIAA-Vorsitzende sagte weiterhin, dass die Hersteller der Abspielgeräte statt kein Rechtemanagement zu nutzen, lieber einen gemeinsamen Standard für DRM entwickeln sollten. Auf diesem Weg ließe sich die Verbreitung der digitalen Musiktitel besser kontrollieren und die Player könnten sogar die Wiedergabe von Inhalten verweigern, die auf "illegalen" Wegen vertrieben wurden.
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