Linux: Mit kostenloser Treibererstellung gegen Vista

Linux Während Microsoft mit Windows Vista versucht, seinen Marktanteil bei den Desktop-Betriebssystem zu halten, gilt Linux noch als Nischenprodukt, was aktuelle Statistiken belegen. Um endlich aus diesem Schattendasein hervorzutreten, will die Gemeinde der Linux-Entwickler nun eines der größten Probleme ihres Produkts angehen. Bisher muss man sich vor einem Umstieg auf Linux meist erst einmal Gedanken darüber machen, ob man möglicherweise Hardware- oder Peripheriegeräte einsetzt, für die bisher keine Treiber verfügbar sind. Viele Hersteller bieten selbst keine Treiber-Software an, oder liefern nur wenig brauchbare Pakete aus.

Genau an diesem Punkt soll eine neue Initiative der Linux-Entwickler ansetzen. Wie Greg Kroah-Hartman, der für die Wartung des Systemkernels in Bezug auf Hardware-Unterstützung zuständig ist, über sein Weblog bekannt gab, will man den Herstellern nun die kostenlose Entwicklung von Treibern für ihre Produkte anbieten.

Seinen Angaben zufolge können die Hardware-Hersteller ihre Spezifikationen einreichen und erhalten dann einen "kompletten, funktionstüchtigen" Linux-Treiber, der dann Teil des Kernels wird. Der Treiber soll von den Mitgliedern der wachsenden Gemeinschaft der Kernel-Entwickler erstellt werden und wird automatisch in allen Linux-Distributionen integriert.

Was genau die Linux-Entwickler zu ihrem Angebot bewegt hat, wollte Kroah-Hartman nicht angeben. Da die Idee aber fast zeitgleich mit der Markteinführung von Windows Vista vorgestellt wurde, dürfte klar sein, was man damit erreichen will. Der Wegfall einer der bedeutendsten Barrieren bei einem Umstieg auf Linux, dürfte vielen Anwendern mehr Selbstvertrauen für diesen Schritt geben.
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