Microsoft entwickelt künftig selbst Mikroprozessoren
Zu diesem Zweck wird eine neue Abteilung namens "Computer Architecture Group" gegründet die sowohl im Hauptquartier in Redmond, als auch im kalifornischen Silicon Valley ihren Sitz haben soll. Zwei Spezialisten mit langjähriger Erfahrung sollen die Arbeit an den beiden Standorten leiten.
Mit Charles P. Thacker, der an der Entwicklung des Alto, dem ersten modernen PC, beteiligt war und Rich P. Draves, seineszeichens seit vielen Jahren bei Microsoft in der Entwicklung tätig, an der Spitze sollen neue Möglichkeiten erkundet werden.
Teile ihrer Arbeit sollen unter anderem bei der Entwicklung des Nachfolgers der Xbox 360 helfen, aber auch Spracherkennung soll im Mittelpunkt des Interesses stehen. Microsoft wird bei dem Projekt eine neue Software nutzen, mit deren Hilfe Chip-Designs erstellt und getestet werden können, ohne echte Hardware einsetzen zu müssen.
Microsoft setzt das neue Engagement auf lange Zeit an. In der jüngeren Vergangenheit hatte sich neben dem PC-Geschäft ein Markt für Geräte mit speziellen Aufgaben entwickelt, darunter Spiele oder auch Mobiltelefone. Da die Redmonder auch in diesen Sparten aktiv sind, entwickelt man auch immer mehr Hardware-Produkte selbst, die dann von Drittfirmen produziert werden. Da scheint der Einstieg in die Chip-Entwicklung nur eine logische Folge zu sein.
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