Chip für die Diagnose der Vogelgrippe in Arbeit

Hardware Der französische Halbleiterhersteller STMicro hat am Mittwoch mitgeteilt, dass man einen Wegwerf-Chip entwickelt habe, der es ermöglicht festzustellen, ob ein Mensch mit der sogenannten Vogelgrippe infiziert ist. Der Test soll bis zum Herbst für Gesundheitsbehörden und andere Institutionen verfügbar sein. Während das Virus noch nicht die zur Übertragung von Mensch zu Mensch benötigten Mutationen durchlaufen hat, gehen Wissenschaftler davon aus, dass durch die Vogelgrippe das höchste Pandemierisiko seit Jahrzehnten besteht. Seit der Entdeckung sind rund 80 Menschen an der Infektion mit den Viren gestorben.

Das auf medizinische Diagnostik spezialisierte Unternehmen Veredus aus Singapur arbeitet mit STMicro an dem Projekt. Die Firma entwickelt die Software, die den Virus aufspüren soll. Durch die neue Technologie könnte es möglich werden, den Virus anhand eines einzigen Test nachzuweisen, anstatt wie bisher mit einer Reihe von Überprüfungen.

Bei dem Verfahren wird eine Probe auf dem Chip plaziert, welcher dann von einer Maschine untersucht wird, die die Ergebnisse ausgibt. Bisher stehen noch keine Daten zu den Kosten fest. STMicro teilte jedoch mit, dass das System zuerst an Flughäfen und Einreisekontrollen ausgeliefert werden soll, wo das Unternehmen auf die besten Einnahmen hofft. STMicro will die Technologie auch bei anderen Krankheiten einsetzen.
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