Erster MMS-Virus gefährdet Smartphones

Telefonie SimWorks und F-Secure melden ersten Handy Virus "CommWarrior", der sich wohl über MMS verbreitet. Die bisherigen Schädlinge wie zum Beispiel "Cabir" konnten sich nicht so gut verbreiten, da sie ein Handy mit Bluetooth brauchten um andere Handys in unmittelbarer Nähe infizieren zu können. Mit der Verbreitung via MMS haben die Handyviren eine andere Dimension erreicht und sind somit vergleichbar mit E-Mail Schädlingen.

Der Virus befällt wohl in der derzeitigen Form vor allem Smartphones mit Symbian OS Serie 60. Die Nokia Handys wie zum Beispiel 6600, 6630 und 3650 sind zurzeit betroffen. Wie auch bei den E-Mail Viren, sucht sich der Virus zufällig Telefonnummern aus den Adressbüchern der Smartphones aus und verschickt sich danach selbst via MMS. Der Schädling hat dafür 20 unterschiedliche Text Meldungen zur Verfügung, wo zum Beispiel ein Software Update von Symbian angeboten und vorgetäuscht wird. Der Virus muss nach wie vor, von seinem Empfänger akzeptiert und installiert werden.

Bis jetzt ist noch kein direkter Schaden am Smartphone System zu verzeichnen. Ein indirekter "Schaden" ist dann nur bei der nächsten Rechnung erkennbar. "Bei einem durchschnittlichen Preis einer MMS von 0,25 bis 1,00 US-Dollar könnte CommWarrior für jeden, der das Pech hat, infiziert zu werden, teuer zu stehen kommen. Da der Virus unbemerkt im Hintergrund arbeitet, kann es einige Zeit dauern, bevor der Nutzer potenziell hunderte von CommWarrior verschickte MMS bemerkt", so Aaron Davidson, Geschäftsführer bei SimWorks.

Der Ursprung des Virus wird in Russland vermutet, da russische Textfragmente im Virus enthalten sind. "Nicht für Hirntote" so lautet wohl die ungefähre Übersetzung dieses Textes, dies berichteten die Sicherheitsexperten in dem Weblog. Außerdem scheint der Virus ein Art schläfern Funktion zu haben, sodass er nicht sofort auf dem infizierten Gerät auffällt.
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