Spamversender zu neun Jahren Haft verurteilt
Ein Geschwisterpärchen aus den USA ist als Ergebnis des ersten Falls einer strafrechtlichen Verfolgung wegen dem Versenden von Spam verurteilt worden. Jeremy Jaynes muss neun Jahre lang ins Gefängnis; seine Schwester muss 7500 US-Dollar Strafe bezahlen. Sie wurden im Bundesstaat Virginia nach einem dort geltenden Gesetz verurteit, das das Versenden von Massenmails unter der Verwendung von gefälschten Adressen verbietet.
Die Beiden werden im nächsten Jahr formal verurteilt. Ein dritter Angeklagter wurde freigesprochen. Der Hauptangeklagte hatte mit seinen Mailings die Empfänger zum Erwerb nutzloser Waren bewegen - er war sozusagen ein Online Quaksalber.
Seine Schwester hatte ihm bei der Abwicklung der Kreditkartenbezahlung unterstützt. Mit seinem Spamming hatte der Beschuldigte ein Vermögen von 24 Millionen Dollar angehäuft, teilte die Staatsanwaltschaft mit.
In Virginia ist es verboten mehr als 100 000 E-Mails innerhalb von 30 Tagen zu versenden, sagte der Oberste Staatsanwalt des Staates. Die Behörden hatten 15 Jahre Haft für Jeremy Haynes gefordert, seine Schwester sollte ebenfalls in Haft kommen.
Der Verteidiger nannte das Strafmaß "skandalös" und teilte mit, daß sein Mandant glaube er sei unschuldig. Er wies darauf hin, daß die Angeklagten im Nachbarstaat North Carolina wohnhaft waren und nicht von der Gesetzeslage in Virginia wussten.
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