Digitaler Führerschein soll Ende November in der i-Kfz-App starten
Autofahrer in Deutschland sollen ihren Führerschein ab Ende November auf dem Smartphone speichern können. Die digitale Fahrerlaubnis wird in der i-Kfz genannten App abgelegt und erfordert einen Personalausweis mit Online-Ausweisfunktion.
Für den digitalen Nachweis soll keine neue Anwendung entwickelt werden. Stattdessen soll der Führerschein in der bestehenden i-Kfz-App abgelegt werden können, die das Kraftfahrt-Bundesamt und die Bundesdruckerei entwickelt haben. Darin können Nutzer bereits seit etwa einem Jahr ihren Fahrzeugschein ablegen und bei Bedarf weitergeben. Die Erweiterung um die Fahrerlaubnis soll künftig unter anderem die Nutzung von Mietwagen und Carsharing vereinfachen.
Die kostenlose i-Kfz-App setzt mindestens iOS 17 oder Android 12 voraus, wobei einige Geräte ausgeschlossen sind, allen voran Smartphones von Huawei. Diese werden nämlich aufgrund fehlender Google-Dienste nicht unterstützt. Alternative Android-Systeme wie LineageOS sind offenbar ebenfalls inkompatibel. Bei Motorola fallen ältere Modelle wegen einer fehlenden Chip-Verschlüsselung aus.
Für Fahrten ins Ausland bleibt der klassische Kartenführerschein vorerst unverzichtbar, da die digitale Variante zunächst nur nationale Gültigkeit besitzt. Eine EU-weit einheitliche Lösung ist geplant, die Umsetzung der entsprechenden europäischen Regeln kann nach aktuellen Planungen jedoch bis 2030 dauern.
Habt ihr die i-Kfz-App bereits im Einsatz und werdet ihr auch den Führerschein digital hinterlegen? Teilt eure Meinungen gerne mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Der digitale Führerschein startet voraussichtlich ab Ende November in der App
- Die bewährte i-Kfz-App nimmt das neue Dokument als praktische Ergänzung auf
- Zur Identifikation sind ein NFC-fähiges Mobiltelefon sowie der Ausweis nötig
- Geräte ohne Google-Dienste wie Huawei-Modelle bleiben leider ausgeschlossen
- Im Inland reicht die App künftig aus, doch im Ausland gilt weiterhin Papier
- Eine EU-weite Anerkennung digitaler Fahrerlaubnisse ist erst bis 2030 avisiert
Startschuss soll Ende November fallen
Autofahrer in Deutschland werden ihren Führerschein ab Ende November auf dem Smartphone hinterlegen können. Wie das Bundesverkehrsministerium gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung bestätigte, soll die Einführung in den kommenden vier Wochen erfolgen. Bislang hatte das Ministerium lediglich das Jahresende als Termin genannt. Die digitale Version dient wohlgemerkt als Ergänzung und ersetzt die Plastikkarte nicht vollständig.Für den digitalen Nachweis soll keine neue Anwendung entwickelt werden. Stattdessen soll der Führerschein in der bestehenden i-Kfz-App abgelegt werden können, die das Kraftfahrt-Bundesamt und die Bundesdruckerei entwickelt haben. Darin können Nutzer bereits seit etwa einem Jahr ihren Fahrzeugschein ablegen und bei Bedarf weitergeben. Die Erweiterung um die Fahrerlaubnis soll künftig unter anderem die Nutzung von Mietwagen und Carsharing vereinfachen.
Technische Voraussetzungen
Für die Nutzung benötigen Anwender ein NFC-fähiges Smartphone für den drahtlosen Datenaustausch sowie die Online-Ausweisfunktion ihres Personalausweises. Mithilfe der dazugehörigen PIN identifizieren sich Nutzer in der App, woraufhin das Dokument geladen wird. Wer seine PIN vergessen hat, kann über den kostenlosen staatlichen Rücksetzdienst einen Brief mit einer neuen PIN anfordern, der per Post-Ident zugestellt wird.Die kostenlose i-Kfz-App setzt mindestens iOS 17 oder Android 12 voraus, wobei einige Geräte ausgeschlossen sind, allen voran Smartphones von Huawei. Diese werden nämlich aufgrund fehlender Google-Dienste nicht unterstützt. Alternative Android-Systeme wie LineageOS sind offenbar ebenfalls inkompatibel. Bei Motorola fallen ältere Modelle wegen einer fehlenden Chip-Verschlüsselung aus.
Gültigkeit vorerst nur national
Wer die digitale Fahrerlaubnis speichert, soll die Plastikkarte bei Fahrten innerhalb Deutschlands künftig nicht mehr zwingend mitführen müssen. Der ADAC rät jedoch, das Originaldokument anfangs weiterhin dabeizuhaben. Während einer Übergangsphase könnten noch nicht alle Polizisten oder Fahrzeugvermieter auf die neuen Nachweise eingestellt sein.Für Fahrten ins Ausland bleibt der klassische Kartenführerschein vorerst unverzichtbar, da die digitale Variante zunächst nur nationale Gültigkeit besitzt. Eine EU-weit einheitliche Lösung ist geplant, die Umsetzung der entsprechenden europäischen Regeln kann nach aktuellen Planungen jedoch bis 2030 dauern.
Habt ihr die i-Kfz-App bereits im Einsatz und werdet ihr auch den Führerschein digital hinterlegen? Teilt eure Meinungen gerne mit uns in den Kommentaren!
Welche Handys unterstützen i-Kfz nicht?
Die i-Kfz-App verweigert den Dienst auf Huawei-Geräten und alternativen Android-Systemen ohne nachinstallierte Google-Dienste wie LineageOS oder GrapheneOS. Auch ältere Motorola-Modelle scheiden wegen einer fehlenden Verschlüsselungsart auf den Chips aus.
Lauffähig ist die App auf iPhones ab iOS 17 sowie Android-Smartphones ab Version 12.
Lauffähig ist die App auf iPhones ab iOS 17 sowie Android-Smartphones ab Version 12.
Wie bekomme ich eine neue Ausweis-PIN?
Ihr könnt eine neue PIN bei einer zuständigen Behörde wie dem Einwohnermeldeamt neu vergeben lassen. Alternativ nutzt ihr den kostenlosen staatlichen PIN-Rücksetzdienst.
Darüber lässt sich ein Brief mit einer neuen PIN anfordern, der euch per Post-Ident zugestellt wird. Die Zusendung nimmt ein paar Tage in Anspruch.
Darüber lässt sich ein Brief mit einer neuen PIN anfordern, der euch per Post-Ident zugestellt wird. Die Zusendung nimmt ein paar Tage in Anspruch.
Ist eine Übernahme per QR-Code geplant?
Bislang müsst ihr euch mit der Online-Ausweisfunktion eures Personalausweises identifizieren, woraufhin die App das Dokument herunterlädt. Laut dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ist eine Übernahme per QR-Code bei der Zulassung geplant, diese Funktion befindet sich aber noch im Aufbau.
Welche Fahrzeugscheine speichert i-Kfz?
Der digitale Nachweis steht in der i-Kfz-App für alle Fahrzeugklassen zur Verfügung. Die Anwendung prüft bei jedem Start automatisch, ob die gespeicherten Fahrzeugdaten noch aktuell sind.
Änderungen, etwa nach einer bestandenen Hauptuntersuchung, werden dadurch selbstständig übernommen.
Änderungen, etwa nach einer bestandenen Hauptuntersuchung, werden dadurch selbstständig übernommen.
Wann kommt eine europaweite Wallet-App?
Anfang 2027 soll unter dem Namen "d-you" eine kostenlose europaweit gültige digitale Identität in Form der sogenannten EUDI-Wallet in Deutschland starten. Diese wird Nachweise wie den Personalausweis digital abbilden, später sollen Zahlungsfunktionen, persönliche Zertifikate und pseudonyme Logins folgen.
Die EU-Staaten haben bis 2030 Zeit, den digitalen Führerschein umzusetzen. Nichtstaatliche Wallet-Anbieter sollen zwölf Monate nach dem Start der EUDI-Wallet die Möglichkeit erhalten, ihre eigenen Lösungen in Deutschland offiziell zertifizieren zu lassen.
Die EU-Staaten haben bis 2030 Zeit, den digitalen Führerschein umzusetzen. Nichtstaatliche Wallet-Anbieter sollen zwölf Monate nach dem Start der EUDI-Wallet die Möglichkeit erhalten, ihre eigenen Lösungen in Deutschland offiziell zertifizieren zu lassen.
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
Beliebte Downloads
Neue Nachrichten
Beliebte Nachrichten
Videos
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen