Polnische Zulassung, falscher Schein:
Tesla Cybertruck auf A99 gestoppt
Ein Tesla Cybertruck darf mit polnischer Zulassung zwar vorübergehend auf deutschen Straßen fahren, doch für einen schwedischen Fahrer endete die Tour auf der A99. Ein Pkw-Führerschein reicht für das Gefährt mit 4200 Kilogramm zulässiger Gesamtmasse nicht aus.
Mit einer zulässigen Gesamtmasse von 4200 Kilogramm übersteigt das Fahrzeug das Limit von 3500 Kilogramm für den Pkw-Führerschein der Klasse B. Diese Gewichtsangabe schließt die Zuladung und alle Insassen mit ein. Laut einem Beamten ist für den Cybertruck die Klasse C1 für kleine Lkw erforderlich.
Der rund 3100 Kilogramm schwere Wagen wartet nun an der Dienststelle auf einen berechtigten Fahrer.
Wie der Cybertruck in Polen zugelassen wurde, ist unklar. Eine EU-Typgenehmigung hat der Cybertruck nicht. Hindernisse sind die starre Karosserie aus rostfreiem Stahl und der unzureichende Fußgängerschutz. Zudem fehlt dem Modell ein für Fahrzeuge über 3500 Kilogramm vorgeschriebener Geschwindigkeitsbegrenzer.
Das Bundesverkehrsministerium lehnte 2025 sogar eine Anfrage der US-Streitkräfte ab und hielt auch eine nationale Einzelgenehmigung für nicht möglich.
Dennoch sind vereinzelt Cybertrucks in Europa anzutreffen. Eine offizielle Statistik zu Einzelzulassungen existiert nicht. Berichten zufolge soll ein Exemplar in Tschechien zugelassen worden sein, nachdem schmale Gummileisten auf die Karosseriekanten geklebt wurden. Auch in den Niederlanden ging bei der Prüfbehörde ein Antrag ein, dessen Ausgang unbekannt ist.
Ein Elektroauto, für das hierzulande ein Lkw-Führerschein nötig ist: Was meint ihr dazu? Diskutiert die rechtlichen Hürden und das Design des Cybertrucks gerne in den Kommentaren.
Siehe auch:
- Die Polizei stoppte einen Tesla Cybertruck auf der A99 bei Vaterstetten
- Dem 50-jährigen Fahrer fehlte für den Pick-up der nötige Lkw-Führerschein
- Mit 4200 Kilo Gesamtmasse übersteigt der Wagen das Limit für die Klasse B
- Trotz fehlender EU-Typgenehmigung war das polnische Kennzeichen gültig
- Hinderlich bei Zulassungen sind Karosserie sowie der Fußgängerschutz
- Der schwere Wagen wartet nun an der Polizeidienststelle auf Abholung
Das Auto durfte fahren, der Fahrer nicht
Beamte der Autobahnpolizei Hohenbrunn haben am frühen Sonntagmorgen einen Tesla Cybertruck auf der A99 bei Vaterstetten kontrolliert und dem Fahrer die Weiterfahrt untersagt. Der 50-jährige Schwede lenkte den Elektro-Pick-up mit polnischem Kennzeichen. Er besaß jedoch nicht die erforderliche Fahrerlaubnis.Mit einer zulässigen Gesamtmasse von 4200 Kilogramm übersteigt das Fahrzeug das Limit von 3500 Kilogramm für den Pkw-Führerschein der Klasse B. Diese Gewichtsangabe schließt die Zuladung und alle Insassen mit ein. Laut einem Beamten ist für den Cybertruck die Klasse C1 für kleine Lkw erforderlich.
Der rund 3100 Kilogramm schwere Wagen wartet nun an der Dienststelle auf einen berechtigten Fahrer.
Fahren mit polnischer Zulassung
Der Wagen kann in Deutschland wegen der fehlenden EU-Typgenehmigung keine reguläre Zulassung erhalten. Laut dem Bayerischen Rundfunk war er dennoch legal auf der Autobahn unterwegs. Fahrzeuge aus anderen EU-Staaten dürfen vorübergehend am deutschen Straßenverkehr teilnehmen, sofern eine gültige ausländische Zulassung vorliegt.Wie der Cybertruck in Polen zugelassen wurde, ist unklar. Eine EU-Typgenehmigung hat der Cybertruck nicht. Hindernisse sind die starre Karosserie aus rostfreiem Stahl und der unzureichende Fußgängerschutz. Zudem fehlt dem Modell ein für Fahrzeuge über 3500 Kilogramm vorgeschriebener Geschwindigkeitsbegrenzer.
Das Bundesverkehrsministerium lehnte 2025 sogar eine Anfrage der US-Streitkräfte ab und hielt auch eine nationale Einzelgenehmigung für nicht möglich.
Dennoch sind vereinzelt Cybertrucks in Europa anzutreffen. Eine offizielle Statistik zu Einzelzulassungen existiert nicht. Berichten zufolge soll ein Exemplar in Tschechien zugelassen worden sein, nachdem schmale Gummileisten auf die Karosseriekanten geklebt wurden. Auch in den Niederlanden ging bei der Prüfbehörde ein Antrag ein, dessen Ausgang unbekannt ist.
Enorme Ausmaße im Straßenverkehr
Der seit Ende 2023 in den USA ausgelieferte Pick-up fällt durch seine enormen Ausmaße auf. Der Innenraum bietet Platz für fünf Personen. Das Fahrzeug misst 5,68 Meter in der Länge und ist mit eingeklappten Spiegeln rund 2,20 Meter breit. Inklusive ausgeklappter Außenspiegel wächst die Breite auf etwa 2,41 Meter an. Damit füllt der Wagen rund 64 bis 69 Prozent eines standardmäßigen Autobahnfahrstreifens aus.Ein Elektroauto, für das hierzulande ein Lkw-Führerschein nötig ist: Was meint ihr dazu? Diskutiert die rechtlichen Hürden und das Design des Cybertrucks gerne in den Kommentaren.
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Stefan TrunzikLeitender Redakteur bei WinFuture.de
IT-Journalist seit 2003, der Hardware, Spiele und Gadgets selbst im Alltag testet. Sein Fokus liegt auf Kaufberatung und Verbraucherthemen.
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