Wenn man Musk glaubt: Cybertruck geht baden, Fahrer festgenommen

Ein Fahrer wollte die Geländetauglichkeit seines Tesla Cybertrucks in einem texanischen See auf die Probe stellen. Der Versuch, den Wassermodus des Fahrzeugs zu nutzen, endete abrupt mit einem vollgelaufenen Auto und einer Festnahme durch die Polizei.

Cybertruck sinkt bei Wassertest

Am späten Montagabend Anfang dieser Woche fuhr ein 70-jähriger Mann seinen Tesla Cybertruck absichtlich in den Grapevine Lake nördlich von Dallas in Texas. Sein Ziel war es, den sogenannten Wade Mode des Elektroautos zu demonstrieren. An Bord befanden sich zudem zwei Gäste aus Deutschland. Die Fahrt endete jedoch vorzeitig, als das Fahrzeug manövrierunfähig wurde und schnell Wasser in den Innenraum eindrang.

Die drei Insassen mussten den sinkenden Geländewagen durch die Fenster verlassen, blieben bei der Aktion aber unverletzt. Die örtliche Feuerwehr barg den feststeckenden Tesla anschließend aus dem flachen Uferbereich des Gewässers. Für den Fahrer hatte der Vorfall allerdings sofortige juristische Konsequenzen. Er wurde noch am Tatort wegen des Befahrens eines gesperrten Uferbereichs sowie Verstößen gegen Wassersicherheitsvorschriften festgenommen und am Folgetag gegen Kaution entlassen.

Technischer Ausfall im Wasser

Wie das Grapevine Police Department auf Facebook schreibt, gab der Fahrer an, die Tiefe des Wassers völlig falsch eingeschätzt zu haben. Er vermutete, dass Wasser in den Ladeanschluss des teuren Fahrzeugs eingedrungen war. Das führte offenbar zu einem Kurzschluss, woraufhin die Lenkung des Elektro-Pickups vollständig ausfiel. Der Fahrer hatte das Auto zuvor nach eigenen Angaben bereits erfolgreich in Bächen getestet.

Der Wade Mode ist eine spezielle Softwarefunktion von Tesla, die das Durchqueren von flachen Flüssen oder Bächen ermöglichen soll. Wird der Modus aktiviert, hebt sich das Fahrwerk auf die höchste Stufe an. Gleichzeitig wird das Batteriesystem unter Druck gesetzt, um das Eindringen von Feuchtigkeit in sensible elektronische Bauteile zu verhindern. Dennoch ist das System nicht für tiefe Gewässer oder längere Aufenthalte im Wasser ausgelegt.

Grenzen der Tesla-Technik

Trotz der beworbenen Fähigkeiten gibt der Hersteller klare technische Grenzen für Wasserdurchfahrten vor. Die maximale Wattiefe beträgt rund 81 Zentimeter, gemessen ab der unteren Kante der Reifen. Zudem darf die Geschwindigkeit bei solchen Fahrten zwei bis fünf Kilometer pro Stunde nicht überschreiten. Schlammiger Untergrund kann zum Einsinken und damit zu einem gefährlichen Anstieg des Wasserpegels rund um das Fahrzeug führen.

Tesla weist Besitzer ausdrücklich darauf hin, dass die Prüfung der Wassertiefe immer in der eigenen Verantwortung liegt. Schäden durch eindringendes Wasser sind grundsätzlich nicht von der Garantie für das Fahrzeug abgedeckt. Die texanischen Behörden warnen zudem davor, solche Tests durchzuführen. Das Befahren von Seen kann selbst bei technischer Machbarkeit gegen geltende Umweltgesetze sowie lokale Sicherheitsvorschriften verstoßen und strafrechtlich verfolgt werden.

Würdet ihr das Risiko eingehen und mit einem teuren Elektroauto durch einen See fahren? Teilt eure Meinung und Erfahrungen mit solchen Offroad-Funktionen gerne unten in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Ein 70-Jähriger fuhr seinen Cybertruck am 18. Mai 2026 in den Grapevine Lake
  • Das Elektroauto wurde manövrierunfähig und sank während eines Wassertests
  • Drei Insassen konnten sich rechtzeitig durch die Fenster ins Freie retten
  • Der Fahrer wurde wegen diverser Verstöße gegen Sicherheitsregeln verhaftet
  • Tesla schließt Garantieleistungen für Schäden durch eindringendes Wasser aus
  • Diese Softwarefunktion hebt zwar das Fahrwerk an, schützt aber nicht vor Tiefe
  • Behörden warnen vor dem Befahren von Seen aufgrund der strengen Umweltgesetze

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