Varta-Rettung: Batterien bleiben, Neustart mit Millionen-Kapital
Neustart für Varta Consumer Batteries: Frisches Kapital soll dem Batteriegeschäft eine eigenständige Zukunft sichern. Rund 990 Arbeitsplätze bleiben erhalten. Für Kunden laufen Lieferungen, Verträge und Garantien unverändert weiter.
Nach Angaben des Unternehmens bleiben alle rund 990 Arbeitsplätze erhalten, etwa 820 davon in Deutschland. Für Verbraucher soll der Neustart zunächst keine Änderungen bringen.
Mit der Neuordnung wird das Consumer-Geschäft auch finanziell von der früheren Konzernstruktur getrennt. Verpflichtungen und Sicherheiten aus der gemeinsamen Konzernfinanzierung wurden freigegeben. Varta Consumer Batteries kann seine Finanzierung damit unabhängig von den übrigen Gesellschaften aufstellen.
Für Kunden bleibt nach Unternehmensangaben alles beim Alten: Produktion und Lieferungen laufen ohne Unterbrechung weiter, bestehende Verträge bleiben gültig. Auch Garantieleistungen und andere Kundenansprüche sollen uneingeschränkt bestehen bleiben.
Die Haushaltsbatterien werden weiterhin in Deutschland hergestellt. Die dafür benötigten Rohmaterialien stammen laut Unternehmen nahezu vollständig aus der Europäischen Union. Zum Sortiment gehören außerdem Akkus, Knopfzellen, Hörgerätebatterien, Powerbanks und Ladegeräte.
Wie wichtig ist euch beim Batteriekauf die Herstellung in Deutschland - und welche Rolle spielt der Preis? Schreibt eure Meinung in die Kommentare!
Siehe auch:
- Varta Consumer Batteries wird unabhängig aus dem insolventen Konzern gelöst
- Das Bundeswirtschaftsministerium genehmigte die Neuordnung des Betriebs
- Die wichtigsten Kreditgeber übernehmen alle Anteile und stellen Neukapital
- Rund 990 Arbeitsplätze bleiben erhalten und neue Stellen sollen entstehen
- Dischingen bleibt zentraler Standort mit geplanten Investitionen bis 2028
- Für die Kunden laufen Lieferungen, Verträge und Garantien regulär weiter
Eigenständige Zukunft für Varta-Batterien
In Dischingen läuft die Batterieproduktion weiter im Dreischichtbetrieb. Während die bisherige Varta-AG-Gruppe mit der Insolvenz zu kämpfen hat, bekommt das Geschäft mit Haushaltsbatterien eine eigenständige Zukunft. Das Bundeswirtschaftsministerium hat die Herauslösung von Varta Consumer Batteries genehmigt.Nach Angaben des Unternehmens bleiben alle rund 990 Arbeitsplätze erhalten, etwa 820 davon in Deutschland. Für Verbraucher soll der Neustart zunächst keine Änderungen bringen.
Neue Eigentümer, frisches Kapital
Die wichtigsten Kreditgeber der bisherigen Varta-AG-Gruppe übernehmen sämtliche Gesellschaftsanteile an Varta Consumer Batteries. Zugleich wurde das Unternehmen mit frischem Kapital in mehrstelliger Millionenhöhe ausgestattet. Einen konkreten Betrag nennt Varta nicht.Mit der Neuordnung wird das Consumer-Geschäft auch finanziell von der früheren Konzernstruktur getrennt. Verpflichtungen und Sicherheiten aus der gemeinsamen Konzernfinanzierung wurden freigegeben. Varta Consumer Batteries kann seine Finanzierung damit unabhängig von den übrigen Gesellschaften aufstellen.
Für Kunden bleibt nach Unternehmensangaben alles beim Alten: Produktion und Lieferungen laufen ohne Unterbrechung weiter, bestehende Verträge bleiben gültig. Auch Garantieleistungen und andere Kundenansprüche sollen uneingeschränkt bestehen bleiben.
Produktion bleibt, Verwaltung wird ausgebaut
Der zentrale Produktionsstandort für Haushaltsbatterien bleibt Dischingen in Baden-Württemberg. In Ellwangen-Neunheim sind Verwaltung und Logistik angesiedelt. Personalabbau ist im Zuge der Herauslösung nach Angaben des Unternehmens nicht vorgesehen. Stattdessen sollen in den kommenden Monaten zusätzliche Beschäftigte eingestellt werden.Nach intensivem, aber konstruktiven Dialog auch mit uns als Produktionsstandort Dischingen konnte diese Lösung erreicht werden. Damit sind hunderte Arbeitsplätze in unserer Gemeinde gerettet, und VARTA als Hersteller von Haushaltsbatterien bleibt hier erhalten. So sieht Industriepolitik Made in Dischingen aus.
Neue Anlagen und weniger Kunststoff
Bis Ende 2028 plant Varta Consumer Batteries weitere Investitionen in Dischingen. Ein Teil der Vorhaben befindet sich bereits in der Umsetzung. Das Geld soll vor allem in neue Produktionsanlagen, stärkere Automatisierung und veränderte Verpackungen fließen. Verpackungen aus Karton und Kunststoff sollen durch reine Kartonverpackungen ersetzt werden.Die Haushaltsbatterien werden weiterhin in Deutschland hergestellt. Die dafür benötigten Rohmaterialien stammen laut Unternehmen nahezu vollständig aus der Europäischen Union. Zum Sortiment gehören außerdem Akkus, Knopfzellen, Hörgerätebatterien, Powerbanks und Ladegeräte.
Wachstum über Handel und Direktverkauf
Bis 2029 rechnet das Unternehmen mit einem durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstum von drei bis vier Prozent. Dafür will es unter anderem seine Präsenz in europäischen Märkten ausbauen. Auch der Onlinehandel und der direkte Verkauf an Verbraucher sollen stärker zum Geschäft beitragen.Wie wichtig ist euch beim Batteriekauf die Herstellung in Deutschland - und welche Rolle spielt der Preis? Schreibt eure Meinung in die Kommentare!
Siehe auch:
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Thema:
Nadine Juliana DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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