Online-Quellencheck: Microsoft beendet Ähnlichkeitsprüfung in Word

Microsoft räumt bei seiner Textverarbeitung auf und entfernt eine praktische Funktion für den akademischen Bereich. Der integrierte Scanner zum Abgleich von Texten mit Online-Quellen wird im Herbst ersatzlos gestrichen. Nutzer müssen umdenken.
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    Was der Ähnlichkeitsprüfer leistete

    Der im Microsoft Editor integrierte Ähnlichkeitsprüfer von Word wird am 3. Oktober 2026 weltweit abgeschaltet und vollständig aus dem Editor-Erlebnis entfernt. Andere Schreib- und Korrekturhilfen bleiben erhalten, doch wer die Funktion bisher regelmäßig nutzt, sollte zeitnah nach Alternativen suchen.

    Seit seiner Einführung im Jahr 2020 verglich der Dienst Textpassagen mit Inhalten im Web, zeigte Übereinstimmungen in Prozent an und markierte gefundene Treffer direkt im Dokument. Auf dieser Basis konnten Nutzer passende Zitate einfügen und Quellenangaben übernehmen - ein Komfort, der besonders im akademischen Umfeld geschätzt wurde, weil man für eine erste Plagiatskontrolle nicht in externe Tools wechseln musste.


    Microsoft begründet die Einstellung damit, sich künftig stärker auf Kernfunktionen konzentrieren zu wollen. Der Konzern betont ausdrücklich, dass KI-Assistenten wie Microsoft 365 Copilot von der Abschaltung nicht betroffen sind - aber auch, dass Copilot nicht als formelles Werkzeug zur Plagiats- oder Originalitätsprüfung gedacht ist.

    MC1466753 - Einstellung des Ähnlichkeitsprüfers

    • Der Ähnlichkeitsprüfer wird aus Microsoft Word entfernt.
    • Nach der Einstellung können Benutzer über die Editor-Oberfläche in Word nicht mehr auf den Ähnlichkeitsprüfer zugreifen.
    • Andere Funktionen von Microsoft Word zum Verfassen, Bearbeiten und Zitieren von Texten sind davon nicht betroffen.
    • Microsoft Editor bietet weiterhin Vorschläge zu Rechtschreibung, Grammatik, Verständlichkeit und Stil.
    • Die Microsoft 365 Copilot-Funktionen in Word sind von dieser Änderung nicht betroffen.
    • Hinweis: Copilot ist nicht als formelles Tool zur Überprüfung von Ähnlichkeit, Plagiaten oder Originalität gedacht.

    Schwächen im Praxisalltag

    Trotz ihrer Beliebtheit galt die Microsoft-Lösung im direkten Vergleich zu spezialisierten Diensten wie Turnitin bei strenger akademischer Bewertung oft als unzuverlässig. Falsch positive Treffer sorgten gelegentlich für Verwirrung, und wiederholte, teils mehrtägige Ausfälle - etwa 2023 - zeigten die Abhängigkeit von einem Cloud-Dienst ohne lokale Fallback-Option.

    Systemadministratoren sind nun angehalten, bestehende Arbeitsabläufe zu prüfen und betroffene Nutzer über das Ende am 3. Oktober 2026 zu informieren. Interne Dokumentationen und Schulungsmaterialien, die den Microsoft Editor und dessen Plagiatssuche beschreiben, müssen aktualisiert werden. Der Wechsel zu anderen Anbietern erfordert zudem eine neue Budgetplanung für Softwarelizenzen.

    Welche Alternativen infrage kommen

    Für Hochschulen und Verlage bleiben etablierte Dienste wie Turnitin oder iThenticate erste Wahl; für Einzelnutzer und kleinere Teams bieten sich All-in-One-Schreibtools wie Grammarly oder spezialisierte Prüfdienste wie Scribbr (Turnitin-basiert), Copyleaks oder Quetext an.

    Viele Anbieter unterscheiden nach Nutzungsszenario (akademisch, beruflich, KI-Erkennung) und Preisniveau - eine kurze Evaluierung nach Genauigkeit, Datenbankabdeckung und Datenschutz ist vor der Umstellung ratsam.

    Was bleibt - und was sich ändert

    Unberührt von der Abschaltung bleiben Words Zitierfunktionen sowie Rechtschreib- und Grammatikprüfung im Editor. Ab dem 3. Oktober 2026 steht der Ähnlichkeitsprüfer jedoch nicht mehr zur Verfügung; wer ihn bisher in Prozesse eingebunden hat, sollte jetzt handeln, um Lücken bei der Originalitätsprüfung zu vermeiden.

    Nutzt ihr den Ähnlichkeitsprüfer in Word für Texte oder setzt ihr auf andere Werkzeuge? Verratet uns in den Kommentaren, wie ihr Plagiate vermeidet und was ihr von der Abschaltung haltet!

    Zusammenfassung
    • Der Ähnlichkeitsprüfer in Word wird am 3. Oktober 2026 abgeschaltet
    • Die Funktion verglich seit 2020 Texte im Web auf mögliche Plagiate
    • Microsoft möchte sich künftig stärker auf Kernfunktionen fokussieren
    • Die KI-Assistenten wie Copilot sind von der Abschaltung nicht betroffen
    • Spezialisierte Dienste boten oft eine höhere Genauigkeit im Vergleich
    • Nutzer müssen nun auf andere Tools wie Turnitin oder Grammarly ausweichen
    • Rechtschreib- und Grammatikprüfungen im Editor bleiben weiter erhalten

    Siehe auch:


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