Trumps NASA-Chef will Pluto wieder zum Planeten machen
NASA-Chef Jared Isaacman hat sich für eine Rückkehr Plutos in den Kreis der Planeten ausgesprochen. Bei einer Anhörung im US-Senat erklärte der Behördenleiter am Dienstag, er gehöre klar zu den Befürwortern, Pluto wieder als Planeten einzustufen.
Pluto war nach seiner Entdeckung im Jahr 1930 zunächst als neunter Planet des Sonnensystems eingestuft worden. Erst 2006 änderte sich das: Die Internationale Astronomische Union (IAU), weltweit wichtigste Fachorganisation für Astronomie, definierte neu, was als Planet gilt. Infolge dieser Entscheidung verlor Pluto seinen Status und wird seither als Zwergplanet geführt.
Die damalige Entscheidung sorgte bereits vor knapp zwei Jahrzehnten für heftige Kontroversen. Bis heute ist die Frage umstritten, welche Merkmale ein Himmelskörper erfüllen muss, um als Planet zu gelten - zumindest außerhalb des akademischen Umfelds. Isaacmans Vorstoß dürfte diese Diskussion nun erneut beleben.
Zuletzt hatte auch US-Präsident Donald Trump angedeutet, Pluto per Dekret wieder zum Planeten erklären zu können. Tatsächlich liegt die Zuständigkeit für astronomische Klassifizierungen jedoch nicht bei Regierungen, sondern bei der IAU. Sie entscheidet über Benennungen im All und über fachliche Standards. Welche neuen Erkenntnisse oder Studien NASA zu Pluto konkret vorbereitet, blieb zunächst offen.
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Streit um Kriterien
Isaacman erklärte, dass die US-Raumfahrtbehörde NASA an wissenschaftlichen Veröffentlichungen arbeite, mit denen die Diskussion in der Fachwelt erneut angestoßen werden solle. Er selbst hat allerdings keinen wissenschaftlichen Hintergrund, sondern brach die Schule mit 16 Jahren ab, um sich seinem ersten Unternehmen zu widmen.Pluto war nach seiner Entdeckung im Jahr 1930 zunächst als neunter Planet des Sonnensystems eingestuft worden. Erst 2006 änderte sich das: Die Internationale Astronomische Union (IAU), weltweit wichtigste Fachorganisation für Astronomie, definierte neu, was als Planet gilt. Infolge dieser Entscheidung verlor Pluto seinen Status und wird seither als Zwergplanet geführt.
Die damalige Entscheidung sorgte bereits vor knapp zwei Jahrzehnten für heftige Kontroversen. Bis heute ist die Frage umstritten, welche Merkmale ein Himmelskörper erfüllen muss, um als Planet zu gelten - zumindest außerhalb des akademischen Umfelds. Isaacmans Vorstoß dürfte diese Diskussion nun erneut beleben.
Trump wollte per Dekret eingreifen
Dies gilt zumindest für die Öffentlichkeit. Im wissenschaftlichen Diskurs spielt die Frage eher keine besondere Rolle. Zumal eine Einstufung Plutos als Planet weitergehende Probleme mit sich brächte. So würde die Definition, was eine solche Einstufung ausmacht, verwässert werden. Und da Pluto nicht einmal zu den größten inzwischen bekannten Objekten am Rand des Sonnensystems gehört, müsste man auch die Zahl der Planeten in unserem Sonnensystem dann deutlich erweitern.Zuletzt hatte auch US-Präsident Donald Trump angedeutet, Pluto per Dekret wieder zum Planeten erklären zu können. Tatsächlich liegt die Zuständigkeit für astronomische Klassifizierungen jedoch nicht bei Regierungen, sondern bei der IAU. Sie entscheidet über Benennungen im All und über fachliche Standards. Welche neuen Erkenntnisse oder Studien NASA zu Pluto konkret vorbereitet, blieb zunächst offen.
Zusammenfassung
- NASA-Chef Isaacman setzt sich für Plutos Rückkehr als Planet ein
- Pluto galt seit 1930 als neunter Planet unseres Sonnensystems
- Die IAU stufte Pluto 2006 wegen neuer Planetendefinition zum Zwergplaneten herab
- Die Herabstufung sorgte vor knapp zwei Jahrzehnten für heftige Kontroversen
- Isaacman hat keinen wissenschaftlichen Hintergrund und verließ die Schule mit 16 Jahren
- Eine Neueinstufung würde eine deutliche Erweiterung der Planetenanzahl bedeuten
- Die IAU und nicht Regierungen ist für astronomische Klassifizierungen zuständig
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