Linus Torvalds gibt Linux 7.0 frei - Das steckt alles im neuen Kernel

Linus Torvalds hat den ersten Release Candidate für Linux 7.0 freigegeben. Das Update bringt umfassende Anpassungen wie etwa Unterstützung für kommende Hardware von Intel und AMD sowie Leistungsverbesserungen mit sich.
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Linux 7.0 startet mit Nova Lake und Zen 6

Nachdem Linus Torvalds den Schritt erst vor gut zwei Wochen unter Angabe eines recht speziellen Grundes angekündigt hatte, hat der Vater des Open-Source-Betriebssystems jetzt den ersten Release Candidate für Linux 7.0 freigegeben. Damit endet das Merge-Fenster und die Phase der Fehlersuche beginnt. Das Update bringt etliche Anpassungen und neue Funktionen mit sich. Der Sprung erfolgt direkt nach Version 6.19. Der Wechsel bedeutet jedoch keinen Bruch in der Kompatibilität.

Technisch liegt der Fokus auf der Vorbereitung zukünftiger Plattformen. So enthält der Kernel unter anderem Treiber für Intels Nova-Lake-Prozessoren sowie Diamond Rapids. Auch für die Zen-6-Architektur von AMD legten die Entwickler den Grundstein. Nutzer profitieren in Zukunft zudem von Leistungssteigerungen durch Intels TSX, das nun standardmäßig in einen Auto-Modus schaltet. Auch bei Grafiktreibern gibt es Bewegung, insbesondere für künftige AMD-GPUs und die integrierte Grafik von Nova Lake.


Rust etabliert sich im Linux-Kernel

Wie Phoronix berichtet, markiert Linux 7.0 auch das Ende der Experimentierphase für die Programmiersprache Rust. Die Unterstützung gilt ab sofort als fest etabliert und ermöglicht sicherere Treiber-Entwicklung. Das Fachportal hebt zudem Leistungssteigerungen hervor. Dazu gehören bessere Werte bei PostgreSQL-Datenbanken auf AMD EPYC Systemen sowie höhere sequenzielle Lesegeschwindigkeiten unter exFAT.

Auch zahlreiche Detailverbesserungen fließen neben der reinen Hardware-Unterstützung in den Kernel ein. So erhalten etwa EXT4 und F2FS Optimierungen für parallele Schreibzugriffe und die Speicherverwaltung. Es wird erwartet, dass Linux 7.0 mit diesen und anderen Anpassungen die Basis für kommende Langzeit-Distributionen wie Ubuntu 26.04 LTS und Fedora 44 bilden wird. Das macht die aktuelle Entwicklungsphase wichtig für die Stabilität der nächsten Linux-Generation, da diese Systeme über Jahre hinweg Unterstützung erhalten.

Angst vor großen Zahlen

Trotz des Versionssprungs bleibt Torvalds gelassen. Er witzelte in seiner Ankündigung, dass die "7.0" darauf zurückzuführen sei, dass er nicht gut mit großen Zahlen umgehen könne. Wenn diese über zwanzig hinausgehen, sei er "leicht verwirrt". Der Merge-Prozess verlief laut dem Chef-Entwickler jedoch reibungslos, was bei neuen Hauptversionen nicht immer selbstverständlich ist. Die finale Veröffentlichung des Kernels wird für Mitte April erwartet.

Betreibt ihr ein System auf Linux-Basis und wenn ja, seit wann? Oder plant ihr, demnächst vielleicht auf eine der vielen verfügbaren Distributionen umzusteigen? Schreibt es uns in die Kommentare. Wir sind gespannt!

Zusammenfassung
  • Linus Torvalds hat den ersten Release Candidate für Linux 7.0 freigegeben
  • Der Versionssprung erfolgt direkt von Version 6.19 auf Linux 7.0
  • Neue Treiber für Intels Nova Lake und AMDs Zen-6-Architektur enthalten
  • Die Programmiersprache Rust gilt im Kernel nun als fest etabliert
  • EXT4 und F2FS erhalten Optimierungen für parallele Schreibzugriffe
  • Linux 7.0 soll die Basis für Ubuntu 26.04 LTS und Fedora 44 bilden
  • Die finale Veröffentlichung des Kernels wird für Mitte April erwartet

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