Xbox-Strategie wird klarer:
Das plant Microsoft mit Exklusiv-Spielen

Microsofts bisherigen Pläne für plattformübergreifende Xbox-Titel gelten als gescheitert. Unter der neuen Chefin Asha Sharma er­scheinen reine Einzelspieler-Titel künftig wieder exklusiv für die eigene Konsole. Die Strategie dazu wird immer klarer.
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Strategiewechsel bei Microsoft

Der Konzern Microsoft beendet das Experiment der weitreichenden Multiplattform-Veröffentlichungen für Videospiele. Unter der Leitung der neuen Xbox-Chefin Asha Sharma rückt das Unternehmen von dem Versuch ab, hauseigene Titel auf Konkurrenzsystemen wie der PlayStation anzubieten. Der bisherige Ansatz verfehlte das Ziel, die Verkaufszahlen und Gewinnmargen in dem hart umkämpften Markt zu steigern.

Stattdessen liegt der Fokus nun wieder auf dem Wachstum des eigenen Ökosystems. Während große Titel mit Mehrspieler-Modus weiterhin für verschiedene Systeme erscheinen sollen, behält Microsoft reine Einzelspieler-Erfahrungen künftig der eigenen Hardware vor. Entsprechende Spiele sollen Käufer direkt an die Konsole binden und Abonnements des hauseigenen Dienstes Xbox Game Pass fördern.


Aktuelle Beispiele für das Vorgehen sind kommende Titel wie Gears of War: E-Day oder Clockwork Revolution. Ersteres markiert eine Rückkehr zu den Anfängen der bekannten Actionreihe und verzichtet bewusst auf kooperative Online-Modi. Das Rollenspiel Clockwork Revolution setzt auf ein Steampunk-Szenario und wird vom Studio InXile Entertainment entwickelt.

Wie Bloomberg berichtet, soll das Angebot an exklusiven Titeln in den kommenden Jahren deutlich ausgebaut werden. Demnach möchte das Management den Spielern wieder handfeste Gründe liefern, sich für eine Xbox zu entscheiden. Das war zuletzt immer schwerer zu vermitteln, da viele Titel auch für Konkurrenzkonsolen verfügbar waren.

Fokus auf eigene Hardware

Der Strategiewechsel fällt in eine unruhige Zeit. Der Konzern streicht bis zum Geschäftsjahr 2027 rund 3200 Stellen in der Spielesparte. Gleichzeitig wächst der Druck auf dem Konsolenmarkt. Steigende Preise für Bauteile und hohe Zölle machen die Produktion der Geräte teurer, was die Gewinnspannen der Hersteller verkleinert.

Darüber hinaus sichert sich Konkurrent Sony aggressive Marketing-Deals. Ein Beispiel ist Grand Theft Auto VI (GTA 6). Bei der Werbung für das Spiel wird die Xbox-Version oft komplett verschwiegen. Microsoft muss daher eigene Anreize schaffen. Ein Baustein für das Wachstum könnte eine tiefere Integration bestehender Marken sein.

Dafür strukturiert das Unternehmen Teams um. Die Entwicklung rund um das Aufbauspiel Minecraft wurde etwa so angepasst, dass die Verantwortlichen nun direkt an Asha Sharma berichten. Die Übernahme des Entwicklers Mojang kostete Microsoft einst 2,5 Milliarden US-Dollar. Minecraft verzeichnet heute monatlich über 160 Millionen aktive Spieler.

Es kursieren zudem Pläne, exklusive Funktionen auf der aktuellen Xbox Series X|S und der vermuteten nächsten Generation namens Xbox Helix anzubieten. Für treue Nutzer der Plattform bringt der Schritt den Vorteil, dass die eigene Hardware an Wert gewinnt. Der Rückzug von anderen Systemen bedeutet jedoch auch, dass Käuferschichten dauerhaft wegfallen.

Wie bewertet ihr den Strategiewechsel hin zu mehr Exklusivtiteln bei der Xbox? Teilt eure Gedanken und diskutiert gerne unten in den Kommentaren mit der Community!
Zusammenfassung
  • Microsoft beendet seine Multiplattformstrategie bei den Xbox-Spielen
  • Asha Sharma fokussiert künftig wieder auf exklusive Einzelspielertitel
  • Reine Solo-Erlebnisse sollen neue Kunden an die eigene Konsole binden
  • Gears of War E-Day wird ein exklusives Spiel für die Xbox-Plattformen
  • Durch Personalabbau und hohen Druck erfolgt nun der Kurswechsel intern

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