Viele Starship-Starts: SpaceX will eigene Pipeline zum Startplatz legen
SpaceX plant so viele Raketenstarts von seinem Gelände in Texas, dass die Treibstoff-Versorgung mit Tankwagen schwierig würde. Daher will das Unternehmen jetzt eine eigene Pipeline bis zur sogenannten Starbase verlegen.
Das Vorhaben gilt als wichtiger Baustein für die ehrgeizigen Pläne von Firmenchef Elon Musk, vor allem die Zahl der Starship-Starts in den kommenden Jahren deutlich zu erhöhen. Die neue Rakete, die mit Flüssigmethan betrieben wird und vollständig wiederverwendbar sein soll, spielt eine zentrale Rolle in den Zukunftsprojekten des Unternehmens. Dazu gehören der Ausbau des Satelliten-Internetdienstes Starlink, geplante KI-Infrastrukturen im Orbit sowie langfristig bemannte Missionen zum Mond und zum Mars.
Bislang wird der für die Raketen benötigte Treibstoff per Tanklastwagen zur Starbase transportiert. Für jeden Start werden etwa 2,4 Millionen Liter Flüssigmethan benötigt. Dieses Verfahren gilt als aufwendig und könnte bei einer deutlich steigenden Startfrequenz schnell an seine Grenzen stoßen. Seit 2023 absolvierte Starship zwölf Testflüge. Musk verfolgt jedoch das Ziel, künftig Dutzende, später sogar Hunderte oder Tausende Starts pro Jahr durchzuführen.
Die Pipeline könnte dabei nur der erste Schritt eines deutlich umfassenderen Energieprojekts sein. Recherchen zu Grundstücks- und Pachtunterlagen zeigen, dass SpaceX seit Jahren Möglichkeiten prüft, selbst in die Erdgasförderung einzusteigen. Firmenpräsidentin Gwynne Shotwell hatte kürzlich erklärt, das Unternehmen denke über eigene Pipelines, die Herstellung von Raketentreibstoff und sogar die Förderung von Erdgas nach.
Geplant ist zudem der Bau einer Anlage in Starbase, in der das angelieferte Erdgas zu flüssigem Methan verarbeitet werden soll. Beobachter sehen darin einen weiteren Schritt der Unternehmensstrategie, möglichst große Teile der eigenen Lieferkette selbst zu kontrollieren. Dieses Prinzip hat SpaceX bereits in der Raketen- und Raumfahrtentwicklung verfolgt und damit maßgeblich zu seinem rasanten Wachstum beigetragen.
Siehe auch:
Erdgas in großen Mengen
Nach Angaben des Unternehmens würde die Leitung namens "Starpipe" gerade einmal rund 13 Kilometer lang sein. Wenn die behördlichen Genehmigungen vorliegen, könnte direkt mit dem Bau begonnen werden. Dann würde die Pipeline bereits Anfang nächsten Jahres betriebsbereit sein, wie Reuters berichtet.Das Vorhaben gilt als wichtiger Baustein für die ehrgeizigen Pläne von Firmenchef Elon Musk, vor allem die Zahl der Starship-Starts in den kommenden Jahren deutlich zu erhöhen. Die neue Rakete, die mit Flüssigmethan betrieben wird und vollständig wiederverwendbar sein soll, spielt eine zentrale Rolle in den Zukunftsprojekten des Unternehmens. Dazu gehören der Ausbau des Satelliten-Internetdienstes Starlink, geplante KI-Infrastrukturen im Orbit sowie langfristig bemannte Missionen zum Mond und zum Mars.
Bislang wird der für die Raketen benötigte Treibstoff per Tanklastwagen zur Starbase transportiert. Für jeden Start werden etwa 2,4 Millionen Liter Flüssigmethan benötigt. Dieses Verfahren gilt als aufwendig und könnte bei einer deutlich steigenden Startfrequenz schnell an seine Grenzen stoßen. Seit 2023 absolvierte Starship zwölf Testflüge. Musk verfolgt jedoch das Ziel, künftig Dutzende, später sogar Hunderte oder Tausende Starts pro Jahr durchzuführen.
Die Pipeline könnte dabei nur der erste Schritt eines deutlich umfassenderen Energieprojekts sein. Recherchen zu Grundstücks- und Pachtunterlagen zeigen, dass SpaceX seit Jahren Möglichkeiten prüft, selbst in die Erdgasförderung einzusteigen. Firmenpräsidentin Gwynne Shotwell hatte kürzlich erklärt, das Unternehmen denke über eigene Pipelines, die Herstellung von Raketentreibstoff und sogar die Förderung von Erdgas nach.
Eigene Förderung nicht einfach
Branchenexperten weisen allerdings darauf hin, dass die Erschließung eigener Gasvorkommen für ein Raumfahrtunternehmen ohne Erfahrung im Energiesektor eine große Herausforderung darstellen würde. Dennoch hat SpaceX bereits mehr als 100 Öl- und Gaspachtverträge mit Grundstückseigentümern in Texas abgeschlossen.Geplant ist zudem der Bau einer Anlage in Starbase, in der das angelieferte Erdgas zu flüssigem Methan verarbeitet werden soll. Beobachter sehen darin einen weiteren Schritt der Unternehmensstrategie, möglichst große Teile der eigenen Lieferkette selbst zu kontrollieren. Dieses Prinzip hat SpaceX bereits in der Raketen- und Raumfahrtentwicklung verfolgt und damit maßgeblich zu seinem rasanten Wachstum beigetragen.
Zusammenfassung
- SpaceX plant für die Starbase in Texas eine eigene Pipeline für Gas
- Die Starpipe soll den Treibstoffbedarf der Starship-Flotte decken
- Der Transport per Tanklaster wird bei vielen Starts zu aufwendig sein
- Elon Musk strebt künftig eine enorme Steigerung der Startfrequenz an
- SpaceX erwägt zudem die eigene Förderung von Erdgas in der Region TX
Siehe auch:
Videos zum Thema SpaceX
- Video von Blue Ghost: Erstmals wurde eine Mondlandung in HD gefilmt
- SpaceX zeigt spektakuläres "kinoreifes" Video von Starship-Flug 6
- NASA-Video zeigt Blick auf den Starship-Start von der ISS
- Drohne filmt spektakuläre Explosion der Nebula-1-Rakete bei Landung
- SpaceX in sehenswertem Video: Sind für zweiten Starship-Start bereit
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