Stonehenge-Vorläufer: Forscher finden 5000 Jahre alte Anlage
Archäologen haben in England eine Anlage entdeckt, die älter als Stonehenge ist. Die Fundstelle besteht aus den Überresten von zwei Holzpfählen, die exakt auf die Sonnenwenden ausgerichtet waren. Das Bauwerk gewährt neue Einblicke in prähistorische Kulte.
Die Konstruktion bestand ursprünglich aus zwei massiven Holzpfählen, die in einem Abstand von exakt 120 Metern aufgestellt waren. Anhand der ein Meter tiefen Gruben schätzen Experten die einstige Höhe der Stämme auf drei bis vier Meter. Das Holz verrottete über die Jahrtausende fast vollständig. Daher blieben lediglich die Bodenlöcher im Untergrund erhalten, was die Entdeckung zunächst erheblich erschwerte.
Illustration des Stonehenge-Vorgängers
Neben den Pfostenlöchern fanden die Ausgräber auf dem Gelände des Verteidigungsministeriums zahlreiche weitere Gruben. Die Löcher enthielten diverse Reste von Festmählern der damaligen Zeit. Dazu gehörten Tierknochen von Schweinen und Rindern, verschiedene Keramikscherben sowie abgenutzte Geweihe. Forscher gehen davon aus, dass die Geweihe bei dem Bau der Anlage als einfache Grabwerkzeuge dienten und anschließend vor Ort entsorgt wurden.
Die Auswertungen der Funde deuten stark darauf hin, dass an dem Ort regelmäßige religiöse Zusammenkünfte der frühen Bauerngesellschaften stattfanden. Die Nähe zu anderen prähistorischen Monumenten in der Landschaft stützt die Annahme einer größeren rituellen Bedeutung. Die Menschen versammelten sich vermutlich zu bestimmten Zeiten im Jahr, um den Zyklus der Jahreszeiten gemeinschaftlich zu feiern und Opfergaben zu erbringen.
Der hauptverantwortliche Archäologe Phil Harding
Obwohl die Ausgrabung weitreichende Erkenntnisse liefert, bleiben einige Aspekte unklar. Es ist nicht abschließend bewiesen, ob die Erbauer der Holzanlage in Bulford die gleichen Menschen (Generationen später natürlich) waren, die später den ersten Erdwall in Stonehenge errichteten. Zudem fehlt das Wissen darüber, ob die Briten der damaligen Zeit die Sonne direkt als Gottheit verehrten oder ob die Ausrichtung rein landwirtschaftlichen Kalenderzwecken diente.
Glaubt ihr, dass solche Holzkonstruktionen Vorläufer für spätere Steinbauten waren oder dienten sie anderen Zwecken? Teilt eure Theorien in den Kommentaren mit uns!
Siehe auch:
Holzpfähle als frühes Sonnen-Observatorium
Forscher der Firma Wessex Archaeology haben in der Ortschaft Bulford im Süden Englands ein 5000 Jahre altes Bauwerk freigelegt. Die Fundstelle liegt etwa fünf Kilometer von dem Steinkreis Stonehenge entfernt. Radiokarbonanalysen datieren die Anlage auf das Jahr 3000 vor Christus. Damit ist sie ein halbes Jahrtausend älter als die weltberühmten Steine des bekannten Nachbarn im gleichen Landkreis.Die Konstruktion bestand ursprünglich aus zwei massiven Holzpfählen, die in einem Abstand von exakt 120 Metern aufgestellt waren. Anhand der ein Meter tiefen Gruben schätzen Experten die einstige Höhe der Stämme auf drei bis vier Meter. Das Holz verrottete über die Jahrtausende fast vollständig. Daher blieben lediglich die Bodenlöcher im Untergrund erhalten, was die Entdeckung zunächst erheblich erschwerte.
Illustration des Stonehenge-Vorgängers
Astronomische Ausrichtung
Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, waren die entdeckten Pfähle präzise astronomisch angeordnet. Computermodelle des prähistorischen Sternenhimmels belegen die genaue Platzierung. Die Linie zwischen den beiden Stämmen wies exakt auf den Sonnenaufgang zur Sommersonnenwende hin. Ebenso markierte die Konstruktion den Sonnenuntergang während der Wintersonnenwende. Solche präzisen Positionierungen galten in der Forschung bisher meist nur bei späteren Steinbauwerken als gesichert.Neben den Pfostenlöchern fanden die Ausgräber auf dem Gelände des Verteidigungsministeriums zahlreiche weitere Gruben. Die Löcher enthielten diverse Reste von Festmählern der damaligen Zeit. Dazu gehörten Tierknochen von Schweinen und Rindern, verschiedene Keramikscherben sowie abgenutzte Geweihe. Forscher gehen davon aus, dass die Geweihe bei dem Bau der Anlage als einfache Grabwerkzeuge dienten und anschließend vor Ort entsorgt wurden.
Die Auswertungen der Funde deuten stark darauf hin, dass an dem Ort regelmäßige religiöse Zusammenkünfte der frühen Bauerngesellschaften stattfanden. Die Nähe zu anderen prähistorischen Monumenten in der Landschaft stützt die Annahme einer größeren rituellen Bedeutung. Die Menschen versammelten sich vermutlich zu bestimmten Zeiten im Jahr, um den Zyklus der Jahreszeiten gemeinschaftlich zu feiern und Opfergaben zu erbringen.
Der hauptverantwortliche Archäologe Phil Harding
Seltenes Messer und Rituale
Ein besonderes Artefakt lag aufrecht in einer der tiefen Gruben. Es handelt sich um ein seltenes, zu einer runden Scheibe geformtes Messer aus Feuerstein. Archäologen vermuten, dass das Objekt aufgrund der spezifischen Form symbolisch für die Sonne stand. Das völlig fehlende Holzheft stützt zudem die These, dass der Gegenstand bewusst für ein Ritual im Erdboden platziert wurde.Obwohl die Ausgrabung weitreichende Erkenntnisse liefert, bleiben einige Aspekte unklar. Es ist nicht abschließend bewiesen, ob die Erbauer der Holzanlage in Bulford die gleichen Menschen (Generationen später natürlich) waren, die später den ersten Erdwall in Stonehenge errichteten. Zudem fehlt das Wissen darüber, ob die Briten der damaligen Zeit die Sonne direkt als Gottheit verehrten oder ob die Ausrichtung rein landwirtschaftlichen Kalenderzwecken diente.
Glaubt ihr, dass solche Holzkonstruktionen Vorläufer für spätere Steinbauten waren oder dienten sie anderen Zwecken? Teilt eure Theorien in den Kommentaren mit uns!
Zusammenfassung
- Archäologen fanden in Südengland ein altes Bauwerk aus zwei Holzpfählen
- Die 5000 Jahre alte Anlage ist ein Vorläufer des berühmten Stonehenge
- Zwei massiv aufgestellte Pfähle zeigen präzise die Sonnenwenden an den Himmeln
- Überreste von Festmählern deuten auf regelmäßige rituelle Zusammenkünfte hin
- Ein als Sonne gedeutetes Feuersteinmesser stützt die rituelle Bedeutung hier
- Die Funktion als Kalender oder religiöse Stätte bleibt wissenschaftlich offen
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