Microsoft Defender isoliert nun gehackte Endgeräte automatisch

Microsoft macht Ernst bei der Angriffserkennung: Defender isoliert künftig kompromittierte Geräte automatisch, um Hacker frühzeitig auszubremsen und Netzwerke zu schützen. Noch wird die Sicherheitsfunktion getestet.
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Defender for Endpoint bekommt Ergänzung

Microsoft erweitert seine Sicherheitslösung Defender for Endpoint um eine Funktion, die kompromittierte Geräte künftig automatisch vom Netzwerk isolieren kann. Ziel ist es, Angreifer frühzeitig auszubremsen und ihre seitliche Ausbreitung innerhalb von Unternehmensnetzwerken zu verhindern.

Die neue Funktion befindet sich derzeit in einer Vorschauphase und ist Teil der sogenannten "Automatic Attack Disruption". Dahinter steckt ein Mechanismus, der Angriffe möglichst schnell eindämmt, ihre Auswirkungen begrenzt und IT-Sicherheitsteams mehr Zeit für Gegenmaßnahmen verschafft.


Gerät wird isoliert, Defender arbeitet weiter

Wird ein Endgerät als potenziell kompromittiert erkannt, trennt Defender dieses automatisch vom restlichen Netzwerk. Gleichzeitig bleibt die Verbindung zum Defender-Dienst bestehen, sodass das betroffene System weiterhin überwacht werden kann. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass Angreifer weitere Systeme infizieren, Daten abziehen oder Schadsoftware wie Ransomware verbreiten.

Die automatische Isolation greift derzeit ausschließlich bei eingebundenen Endnutzer-Geräten, die über Microsoft Defender for Endpoint verwaltet werden. Nach Abschluss der Analyse können Administratoren die Isolation jederzeit wieder aufheben und das Gerät zurück ins Netzwerk holen.

Manuelles Isolieren seit 2022

Microsoft baut damit seine Funktionen zur Angriffsabwehr konsequent aus. Bereits seit 2022 können Administratoren kompromittierte Windows-Geräte manuell isolieren. Unterstützung für Linux-Systeme folgte 2023. Ebenfalls eingeführt wurde die automatische Isolation kompromittierter Benutzerkonten, um Angriffe mit gestohlenen Zugangsdaten einzudämmen.

Darüber hinaus testet Microsoft weitere Schutzmechanismen: So sollen unbekannte Geräte im Netzwerk künftig automatisch blockiert werden, um potenzielle Einfallstore zu schließen. Für Linux-Systeme arbeitet der Konzern zudem an flexibleren Antivirus-Scans, die sich zeitlich planen und an die Systemauslastung anpassen lassen.

Wie sinnvoll ist diese automatische Eingriffstiefe für Unternehmen - mehr Sicherheit oder zu viel Kontrolle? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.

Zusammenfassung
  • Microsoft Defender trennt kompromittierte Geräte künftig automatisch vom Netzwerk
  • Die Funktion soll Angreifer frühzeitig ausbremsen und seitliche Bewegung verhindern
  • Betroffenes Gerät bleibt mit dem Defender-Dienst zur Überwachung verbunden
  • Administratoren können die Isolation nach der Analyse jederzeit wieder aufheben
  • Bereits seit 2022 gab es manuelle Isolation, Linux-Unterstützung folgte 2023
  • Automatische Blockierung unbekannter Geräte im Netzwerk wird getestet
  • Der Konzern setzt damit verstärkt auf automatisierte Sicherheitsreaktionen

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