Schneller als Trumps Golden Dome:
Thales stellt SkyDefender vor
Der französische Rüstungskonzern Thales Group hat ein neues integriertes Luft- und Raketenabwehrsystem vorgestellt, das als europäische Antwort auf das US-amerikanische Raketenabwehrprojekt "Golden Dome" gilt - und bereits deutlich konkreter ist.
Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich um ein "mehrschichtiges, domänenübergreifendes" Verteidigungssystem, das Bedrohungen auf dem Land, zur See und sogar im Weltraum erkennen und abwehren kann. Ziel ist ein umfassender Schutzschirm gegen Angriffe aus unterschiedlichen Entfernungen - von wenigen Kilometern bis zu mehreren Tausend Kilometern.
Kern des Systems ist ein vernetztes Zusammenspiel aus Sensoren, Radaren und Abwehrsystemen, die über das Kommando- und Kontrollsystem SkyView gesteuert werden. Dieses System koordiniert die verschiedenen Komponenten und sorgt zugleich für eine problemlose Zusammenarbeit mit Plattformen der NATO und verbündeter Streitkräfte.
SkyDefender basiert laut Hersteller auf einer offenen und modularen Architektur. Dadurch kann das System sowohl mit bestehenden Verteidigungssystemen integriert als auch weiterentwickelt werden, wenn sich Bedrohungsszenarien verändern. Zudem ist die Entwicklung ausdrücklich für Kooperationen mit anderen Rüstungsunternehmen geöffnet, sodass auch Sensoren oder Waffensysteme verschiedener Hersteller eingebunden werden können.
Ein weiterer Bestandteil ist eine künstliche-Intelligenz-Plattform namens cortAIx, die dabei helfen soll, Cyberangriffe frühzeitig zu erkennen und sich schnell an neue Bedrohungen anzupassen. Hintergrund ist die zunehmende Vielfalt moderner Angriffsformen: Militärische Planer sehen sich heute mit langsam fliegenden Drohnen ebenso konfrontiert wie mit hochmodernen Hyperschallraketen.
Auf der strategischen Ebene sollen leistungsfähige Radare und Frühwarnsatelliten eingesetzt werden, die Bedrohungen bereits in großer Distanz erkennen. Radarsysteme können potenzielle Ziele laut Thales in Entfernungen von bis zu 5000 Kilometern orten, während Infrarotsensoren im Weltraum Raketenstarts frühzeitig registrieren. Zusammen entsteht so ein dauerhaftes Überwachungssystem, das Angriffe möglichst früh erkennt und ihre Flugbahn verfolgt.
Siehe auch:
- Thales stellt das Abwehrsystem SkyDefender als Antwort auf Golden Dome vor
- SkyDefender schützt vor Drohnen, ballistischen und Hyperschallraketen
- Das mehrschichtige System erkennt Bedrohungen an Land, See und im Weltraum
- Das Kommandosystem SkyView vernetzt Sensoren, Radare und Abwehrsysteme
- Die offene und modulare Architektur ermöglicht Kooperationen mit Partnern
- Die KI-Plattform cortAIx erkennt Cyberangriffe und neue Bedrohungsformen
- Radarsysteme orten potenzielle Ziele in bis zu 5000 Kilometern Entfernung
Offenes System
Das System mit dem Namen "SkyDefender" soll Streitkräfte sowie kritische Infrastruktur gegen eine Vielzahl moderner Bedrohungen aus der Luft schützen. Dies reicht von Drohnen bis hin zu ballistischen und hyperschallschnellen Raketen.Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich um ein "mehrschichtiges, domänenübergreifendes" Verteidigungssystem, das Bedrohungen auf dem Land, zur See und sogar im Weltraum erkennen und abwehren kann. Ziel ist ein umfassender Schutzschirm gegen Angriffe aus unterschiedlichen Entfernungen - von wenigen Kilometern bis zu mehreren Tausend Kilometern.
Kern des Systems ist ein vernetztes Zusammenspiel aus Sensoren, Radaren und Abwehrsystemen, die über das Kommando- und Kontrollsystem SkyView gesteuert werden. Dieses System koordiniert die verschiedenen Komponenten und sorgt zugleich für eine problemlose Zusammenarbeit mit Plattformen der NATO und verbündeter Streitkräfte.
SkyDefender basiert laut Hersteller auf einer offenen und modularen Architektur. Dadurch kann das System sowohl mit bestehenden Verteidigungssystemen integriert als auch weiterentwickelt werden, wenn sich Bedrohungsszenarien verändern. Zudem ist die Entwicklung ausdrücklich für Kooperationen mit anderen Rüstungsunternehmen geöffnet, sodass auch Sensoren oder Waffensysteme verschiedener Hersteller eingebunden werden können.
Ein weiterer Bestandteil ist eine künstliche-Intelligenz-Plattform namens cortAIx, die dabei helfen soll, Cyberangriffe frühzeitig zu erkennen und sich schnell an neue Bedrohungen anzupassen. Hintergrund ist die zunehmende Vielfalt moderner Angriffsformen: Militärische Planer sehen sich heute mit langsam fliegenden Drohnen ebenso konfrontiert wie mit hochmodernen Hyperschallraketen.
Mehrere Ebenen
Das Verteidigungskonzept ist in mehrere Schutzebenen gegliedert. Für kurze Distanzen ist ein System vorgesehen, das vor allem Drohnen oder andere niedrig fliegende Ziele abwehrt und eine lokale Schutzblase um Truppen oder sensible Einrichtungen bildet. Für mittlere Entfernungen kommt das Luftverteidigungssystem SAMP-T NG zum Einsatz, das Ziele in bis zu 150 Kilometern Entfernung bekämpfen kann.Auf der strategischen Ebene sollen leistungsfähige Radare und Frühwarnsatelliten eingesetzt werden, die Bedrohungen bereits in großer Distanz erkennen. Radarsysteme können potenzielle Ziele laut Thales in Entfernungen von bis zu 5000 Kilometern orten, während Infrarotsensoren im Weltraum Raketenstarts frühzeitig registrieren. Zusammen entsteht so ein dauerhaftes Überwachungssystem, das Angriffe möglichst früh erkennt und ihre Flugbahn verfolgt.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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