KI-Training bei Meta: Belegschaft wehrt sich gegen massives Tracking
Meta verspricht, die permanente Erfassung von Tasteneingaben und Mausbewegungen rein für das Training neuer KI-Assistenten zu nutzen. Die Belegschaft befürchtet jedoch, eigene digitale Ersatzkräfte anzulernen, und wehrt sich nun vehement.
Das Unternehmen plant, mit den gesammelten Daten seine Modelle der künstlichen Intelligenz zu trainieren. Die sogenannte Model Capability Initiative, kurz MCI, soll der Software beibringen, menschliches Verhalten am Computer besser zu imitieren. Dazu gehören das Navigieren in Menüs oder die Nutzung von Tastenkombinationen. Viele Entwickler und andere Angestellte befürchten jedoch, dass sie auf diese Weise ihre eigenen digitalen Ersatzkräfte anlernen. Sie sorgen sich, dass die Automatisierung ihre Tätigkeiten überflüssig macht.
Auf den verteilten Flugblättern wird der Konzern als Datenextraktionsfabrik bezeichnet. Die Initiatoren berufen sich dabei auf den National Labor Relations Act. Das US-Gesetz aus dem Jahr 1935 schützt Angestellte in der Privatwirtschaft, wenn sie sich zur Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen organisieren. Auch in Großbritannien gibt es mittlerweile Bestrebungen, gewerkschaftliche Strukturen aufzubauen, um sich gegen die umfassende Überwachung am Rechner abzusichern.
Des Weiteren betonte Meta, dass Schutzmaßnahmen existieren, um sensible Inhalte auszusortieren. Wie genau das System private oder vertrauliche Informationen erkennt, ließ das Unternehmen jedoch offen.
Wie bewertet ihr die Überwachung am Arbeitsplatz für das Training von KI-Modellen? Teilt eure Gedanken und Bedenken gerne mit uns in den Kommentaren unter dem Artikel.
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Siehe auch:
Widerstand gegen KI-Pläne
In den US-amerikanischen Büros des Technologiekonzerns Meta formiert sich derzeit organisierter Protest. Angestellte verteilen Flugblätter und rufen zur Unterzeichnung einer Online-Petition auf. Der Grund für den Unmut ist die flächendeckende Installation einer Software, die Mausbewegungen und Tastatureingaben der Belegschaft aufzeichnet. Weiterer Grund ist eine geplante Entlassungswelle. Die Mitarbeiter sehen in diesem aggressiven Tracking einen Vertrauensbruch und fordern den sofortigen Stopp der Datenerfassung an ihren Arbeitsplätzen.Das Unternehmen plant, mit den gesammelten Daten seine Modelle der künstlichen Intelligenz zu trainieren. Die sogenannte Model Capability Initiative, kurz MCI, soll der Software beibringen, menschliches Verhalten am Computer besser zu imitieren. Dazu gehören das Navigieren in Menüs oder die Nutzung von Tastenkombinationen. Viele Entwickler und andere Angestellte befürchten jedoch, dass sie auf diese Weise ihre eigenen digitalen Ersatzkräfte anlernen. Sie sorgen sich, dass die Automatisierung ihre Tätigkeiten überflüssig macht.
Angst vor Stellenabbau wächst
Die Einführung der Tracking-Software fällt in eine für die Belegschaft schwierige Phase. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, kündigte das Management kürzlich an, am 20. Mai weitere zehn Prozent der Stellen zu streichen. Bereits im März gab es Ankündigungen über weitreichende Kürzungen. Das Unternehmen begründet den Personalabbau mit den stark gestiegenen Ausgaben für die KI-Entwicklung. Das schürt zusätzliches Misstrauen unter den Mitarbeitern.Auf den verteilten Flugblättern wird der Konzern als Datenextraktionsfabrik bezeichnet. Die Initiatoren berufen sich dabei auf den National Labor Relations Act. Das US-Gesetz aus dem Jahr 1935 schützt Angestellte in der Privatwirtschaft, wenn sie sich zur Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen organisieren. Auch in Großbritannien gibt es mittlerweile Bestrebungen, gewerkschaftliche Strukturen aufzubauen, um sich gegen die umfassende Überwachung am Rechner abzusichern.
Meta verteidigt Datensammlung
Ein Sprecher von Meta verteidigte das Vorgehen gegenüber den Medien. Um digitale Assistenten für alltägliche Aufgaben zu entwickeln, benötige das System reale Beispiele für die Computernutzung durch Menschen. Die erfassten Daten würden ausschließlich für das Training der Modelle verwendet. Eine Auswertung zur Leistungsbeurteilung der Belegschaft finde hingegen nicht statt, versichert der Konzern. Das Management teilte zudem mit, dass die Software keine individuellen Profile der Angestellten anlegt.Des Weiteren betonte Meta, dass Schutzmaßnahmen existieren, um sensible Inhalte auszusortieren. Wie genau das System private oder vertrauliche Informationen erkennt, ließ das Unternehmen jedoch offen.
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Zusammenfassung
- Angestellte bei Meta protestieren gegen die Erfassung ihrer Arbeitsdaten
- Erfasste Maus- und Tastaturdaten dienen dem Training der KI-Modelle
- Viele Mitarbeiter befürchten den Verlust ihrer Stellen durch die KI
- Geplant ist am 20. Mai ein Stellenabbau von weiteren zehn Prozent
- Meta betont den Ausschluss von persönlichen Daten beim KI-Training
- In Großbritannien entstehen neue gewerkschaftliche Gegenbewegungen
- Initiatoren bezeichnen den Meta-Konzern als Datenextraktionsfabrik
Siehe auch:
- KI kostet viel: Microsoft und Meta streichen zehntausende Jobs
- KI-Training um jeden Preis: Meta zeichnet auf, wie Mitarbeiter PCs nutzen
- Breiter Protest gegen geplante Gesichtserkennung in Meta-Brillen
- Gruselig: Meta baut für Mitarbeiter KI-Version von Mark Zuckerberg
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