Google erklärt, warum AICore auf Android so viel Platz verbraucht

Viele Android-Nutzer wundern sich über den Speicherhunger der System-App AICore. Oft belegt die Anwendung mehrere Gigabyte auf dem Smartphone. Nun gibt es eine offizielle Erklärung für das Phänomen und wie das System den Speicherplatz verwaltet.
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WinFuture/KI-generiert

Speicherhunger auf Android geklärt

Nutzer von Smartphones mit Android 14 oder höher stellen oft fest, dass die Systemanwendung AICore großen Speicherplatz beansprucht. Grundsätzlich verwaltet das Programm lokale Modelle für künstliche Intelligenz wie Gemini Nano. Um bei fehlerhaften Updates im Hintergrund einen Ausfall zu verhindern, speichert das Betriebssystem vorübergehend die alte und neue Version der Daten. Das führt zu einem kurzzeitigen, aber deutlichen Anstieg des Speicherbedarfs auf dem Endgerät.

Der Mechanismus dient als Sicherheitsnetz für das System. Sollte ein fehlerhaftes Update aufgespielt werden, kann das Smartphone sofort auf die vorherige Version zurückgreifen. Das erspart Anwendern den erneuten Download von mehreren Gigabyte an Daten, was besonders bei schlechten oder mobilen Internetverbindungen vorteilhaft ist. Nach maximal drei Tagen und der Bestätigung eines stabilen Betriebs löscht das System die veralteten Dateien automatisch.


Lokale KI-Funktionen im Detail

Wie ein Support-Beitrag von Google erläutert (via 9to5Google), ermöglicht AICore die direkte Ausführung generativer Funktionen auf der Hardware. Zu den Aufgaben gehören unter anderem erweiterte Korrekturlesefunktionen und automatische Spracherkennung, Identifikation von Spam und Betrugserkennung in Nachrichten, Zusammenfassungen von Audioaufnahmen im Hintergrund sowie intelligente Antwortvorschläge in verschiedenen Messenger-Diensten.

Die lokale Datenverarbeitung bietet konkrete Vorteile für den Datenschutz von Endanwendern. Sensible Informationen verlassen das Gerät nicht und werden zu keinem Zeitpunkt in die Cloud übertragen. Zudem funktionieren Werkzeuge wie Textzusammenfassungen oder intelligente Antworten auch ohne aktive Internetverbindung oder im Flugmodus. Lokale Prozesse eliminieren zudem Verzögerungen, die bei cloudbasierten Diensten häufig auftreten.

Trotz der genannten Vorteile bringt die Architektur auch Nachteile mit sich. Für Mobiltelefone mit einem Basisspeicher von lediglich 128 Gigabyte kann die temporäre Belegung von teilweise über zehn Gigabyte problematisch werden. Zudem belegt der Dienst kontinuierlich Arbeitsspeicher. Da es sich um eine Kernkomponente des Systems handelt, ist eine einfache Deinstallation nicht vorgesehen.

Wer den Speicherplatz zwingend benötigt, kann die Anwendung in den Einstellungen lediglich deaktivieren und die Updates entfernen. Der Schritt löscht zwar die großen Datenpakete, führt aber unweigerlich zum vollständigen Verlust der lokalen Auswertungen. Funktionen wie intelligente Antworten stehen dann nicht mehr zur Verfügung.

Wie geht ihr mit dem Speicherhunger von System-Apps um? Teilt eure Erfahrungen zu lokalen Funktionen auf dem Smartphone gerne mit uns in den Kommentaren.
Zusammenfassung
  • AICore auf Android 14+ kann temporär mehrere Gigabyte Speicher belegen
  • Bei Updates speichert das System alte und neue Versionen gleichzeitig ab
  • Nach drei Tagen bereinigt das Betriebssystem veraltete Dateien automatisch
  • AICore ermöglicht auf dem Gerät KI-Funktionen wie Korrekturlesen und Spracherkennung
  • Lokale Datenverarbeitung schützt die Privatsphäre der Nutzer wirksam
  • Auf Smartphones mit 128 GB Speicher kann die Belegung problematisch werden
  • Eine Deaktivierung löscht die Datenpakete, entfernt aber alle lokalen KI-Funktionen
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