Zoom führt Echtzeit-"Menschenprüfung" für Videokonferenzen ein
Videokonferenzen bei Zoom bekommen eine neue Sicherheitsfunktion, die durchaus auch für Diskussionen sorgt: Nutzer können künftig in laufenden Meetings darauf geprüft werden, ob sie tatsächlich Menschen sind.
Technisch basiert die sogenannte "Deep Face"-Verifikation auf einem dreistufigen Abgleich. Dabei wird ein bei der Erstregistrierung erfasster biometrischer Datensatz mit einem aktuellen Live-Gesichtsscan sowie dem laufenden Videobild im Meeting verglichen. Erst wenn alle drei Datenquellen übereinstimmen, erscheint ein "Verified Human"-Badge neben dem Namen der teilnehmenden Person.
Für Meeting-Hosts eröffnet das System zusätzliche Kontrollmöglichkeiten: Sie können die Verifizierung verpflichtend für alle Teilnehmenden aktivieren oder auch während laufender Gespräche spontane Überprüfungen anstoßen. Damit soll es möglich sein, verdächtige oder ungewöhnlich wirkende Teilnehmer in Echtzeit zu validieren.
Die Entwicklung zeigt dabei einen klaren Trend: Biometrische Identitätsprüfungen könnten sich zunehmend als Standard in digitalen Arbeitsumgebungen etablieren. Kritiker verweisen jedoch bereits jetzt auf mögliche Eingriffe in die Privatsphäre und auf die paradoxe Situation, dass Nutzer zukünftig ihre Menschlichkeit technisch nachweisen müssen, um in digitalen Meetings als echte Personen zu gelten.
Siehe auch:
Dreistufige Verifizierung
Möglich wird das durch eine Partnerschaft mit dem Unternehmen World, das von Openai-Chef Sam Altman mitgegründet wurde und ursprünglich unter dem Namen Worldcoin bekannt war. Ziel ist es, in Echtzeit sicherzustellen, dass hinter jedem Kamerabild eine reale Person steht und keine KI-generierte Fälschung oder ein Deepfake. Damit reagiert man auf eine wachsende Zahl von Betrugsfällen, bei denen täuschend echte Video-Avatare eingesetzt wurden, um Identitäten zu simulieren.Technisch basiert die sogenannte "Deep Face"-Verifikation auf einem dreistufigen Abgleich. Dabei wird ein bei der Erstregistrierung erfasster biometrischer Datensatz mit einem aktuellen Live-Gesichtsscan sowie dem laufenden Videobild im Meeting verglichen. Erst wenn alle drei Datenquellen übereinstimmen, erscheint ein "Verified Human"-Badge neben dem Namen der teilnehmenden Person.
Für Meeting-Hosts eröffnet das System zusätzliche Kontrollmöglichkeiten: Sie können die Verifizierung verpflichtend für alle Teilnehmenden aktivieren oder auch während laufender Gespräche spontane Überprüfungen anstoßen. Damit soll es möglich sein, verdächtige oder ungewöhnlich wirkende Teilnehmer in Echtzeit zu validieren.
Betrug verhindern
Hintergrund der Einführung sind mehrere spektakuläre Betrugsfälle der vergangenen Jahre. So verlor etwa das Ingenieurunternehmen Arup im Jahr 2024 rund 25 Millionen Dollar (etwa 23 Millionen Euro), nachdem Mitarbeitende in einer Videokonferenz durch täuschend echte Deepfakes zu Überweisungen verleitet wurden. Ähnliche Vorfälle wurden 2025 auch aus Singapur gemeldet. Insgesamt belief sich der Schaden durch Deepfake-basierten Betrug zuletzt auf mehrere hundert Millionen Dollar pro Quartal.Die Entwicklung zeigt dabei einen klaren Trend: Biometrische Identitätsprüfungen könnten sich zunehmend als Standard in digitalen Arbeitsumgebungen etablieren. Kritiker verweisen jedoch bereits jetzt auf mögliche Eingriffe in die Privatsphäre und auf die paradoxe Situation, dass Nutzer zukünftig ihre Menschlichkeit technisch nachweisen müssen, um in digitalen Meetings als echte Personen zu gelten.
Zusammenfassung
- Zoom testet eine Echtzeitprüfung, ob Teilnehmende wirklich Menschen sind
- Die Funktion entsteht mit World, mitgegründet von Sam Altman
- Ein Dreifachabgleich prüft Biometriedaten, Livescan und Videobild
- Nur bei voller Übereinstimmung erscheint das Badge Verified Human
- Hosts können Nachweise erzwingen oder spontane Kontrollen auslösen
- Auslöser sind hohe Schäden durch Deepfakes, etwa Arup 2024 mit 25 Millionen Dollar (etwa 23 Millionen Euro)
- Kritik zielt auf Datenschutz und den Zwang zum Nachweis der Menschlichkeit
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