Europas Mars-Rover Rosalind Franklin geht 2028 endlich auf die Reise
Nach jahrelangen Verzögerungen und geplatzten Partnerschaften hat der europäische Mars-Rover Rosalind Franklin endlich eine konkrete Fluggelegenheit. Eine Schwerlastrakete soll das Forschungsgerät Ende 2028 zum Roten Planeten bringen.
Das europäische Projekt blickt auf eine von zahlreichen Verzögerungen geprägte Geschichte zurück. Nach dem Ausschluss der russischen Raumfahrtbehörde Roscosmos im Jahr 2022 aufgrund geopolitischer Ereignisse fehlte dem bereits fertiggestellten Rover eine Transportmöglichkeit. Zuvor scheiterte bereits eine andere geplante Kooperation. Nun übernimmt die amerikanische Seite wieder wesentliche Aufgaben, um die Mission zu retten und den Flug abzusichern. Das Forschungsgerät wartet derweil in Europa auf den Einsatz.
Wie die NASA mitteilt, ist die Aufgabenverteilung zwischen den beiden Weltraumorganisationen strikt geregelt. Während Europa den Rover betreibt, liefert die US-Seite die notwendige Hardware für die Mission:
Die Heizelemente sind zwingend notwendig, da die Temperaturen auf dem Mars nachts extrem abfallen. Ohne diese Wärmequellen würden die empfindlichen Instrumente an Bord des Rovers einfrieren und ausfallen. Amerikanische Ingenieure unterstützen die Europäer zudem bei der Lösung technischer Probleme mit dem Fallschirmsystem der Landeplattform.
Obwohl die technische Umsetzung gesichert ist, gab es politische Hürden. Die amtierende US-Regierung schlug mehrfach vor, die finanziellen Mittel für das Projekt durch Budgetkürzungen zu streichen. Der US-Kongress lehnte das Vorhaben jedoch ab. Ein Nachteil der langen Verzögerung ist die veraltete (bzw. alternde) Technik an Bord. Dennoch bleibt das wissenschaftliche Ziel hochaktuell. Sollte der Start Ende 2028 erfolgen, erreicht der Rover den Mars im Jahr 2030.
Glaubt ihr, dass die Mission nach all den Rückschlägen 2028 erfolgreich starten wird? Teilt eure Gedanken und Erwartungen zu dem europäischen Mars-Projekt gerne mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
Neuer Starttermin für Mars-Rover
Die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA und die europäische Weltraumorganisation ESA haben den Start des Mars-Rovers Rosalind Franklin für Ende 2028 angesetzt. Eine Falcon-Heavy-Rakete des Raumfahrtunternehmens SpaceX wird das europäische Forschungsfahrzeug vom Kennedy Space Center in Florida ins All befördern. Das Ziel der Mission ist die Suche nach Spuren von vergangenem oder gegenwärtigem Leben auf dem Roten Planeten. Die Wissenschaftler erhoffen sich davon neue Erkenntnisse über unser Sonnensystem.Das europäische Projekt blickt auf eine von zahlreichen Verzögerungen geprägte Geschichte zurück. Nach dem Ausschluss der russischen Raumfahrtbehörde Roscosmos im Jahr 2022 aufgrund geopolitischer Ereignisse fehlte dem bereits fertiggestellten Rover eine Transportmöglichkeit. Zuvor scheiterte bereits eine andere geplante Kooperation. Nun übernimmt die amerikanische Seite wieder wesentliche Aufgaben, um die Mission zu retten und den Flug abzusichern. Das Forschungsgerät wartet derweil in Europa auf den Einsatz.
Wie die NASA mitteilt, ist die Aufgabenverteilung zwischen den beiden Weltraumorganisationen strikt geregelt. Während Europa den Rover betreibt, liefert die US-Seite die notwendige Hardware für die Mission:
- Ein Trägerflug mit der Rakete Falcon Heavy
- Bremsraketen für eine sichere Landung
- Radioisotopen-Heizelemente zum Schutz der Elektronik
Die Heizelemente sind zwingend notwendig, da die Temperaturen auf dem Mars nachts extrem abfallen. Ohne diese Wärmequellen würden die empfindlichen Instrumente an Bord des Rovers einfrieren und ausfallen. Amerikanische Ingenieure unterstützen die Europäer zudem bei der Lösung technischer Probleme mit dem Fallschirmsystem der Landeplattform.
Bohrungen in zwei Metern Tiefe
Das Unterstützungsprogramm ROSA (Rosalind Franklin Support and Augmentation) ist mittlerweile offiziell freigegeben. Ein zentraler Bestandteil der amerikanischen Lieferung ist ein Massenspektrometer. Das Instrument analysiert Bodenproben, die der Rover am Landeplatz Oxia Planum sammelt. Rosalind Franklin wird als erstes Mars-Fahrzeug bis zu zwei Meter tief in die Kruste bohren. In der Tiefe könnten organische Moleküle vor der kosmischen Strahlung geschützt geblieben sein.Obwohl die technische Umsetzung gesichert ist, gab es politische Hürden. Die amtierende US-Regierung schlug mehrfach vor, die finanziellen Mittel für das Projekt durch Budgetkürzungen zu streichen. Der US-Kongress lehnte das Vorhaben jedoch ab. Ein Nachteil der langen Verzögerung ist die veraltete (bzw. alternde) Technik an Bord. Dennoch bleibt das wissenschaftliche Ziel hochaktuell. Sollte der Start Ende 2028 erfolgen, erreicht der Rover den Mars im Jahr 2030.
Glaubt ihr, dass die Mission nach all den Rückschlägen 2028 erfolgreich starten wird? Teilt eure Gedanken und Erwartungen zu dem europäischen Mars-Projekt gerne mit uns in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Die NASA und ESA planen den Start von Rosalind Franklin für Ende 2028
- Eine Falcon-Heavy-Rakete von SpaceX soll den Rover ins All befördern
- Das primäre Ziel der Mission ist die Suche nach früherem Leben auf dem Mars
- Amerikanische Heizelemente sollen die Elektronik vor Frost schützen
- In einer Tiefe von zwei Metern sucht das Fahrzeug nach organischen Überresten
- Ursprünglich war die Mission wegen der Trennung von Roscosmos verzögert worden
Siehe auch:
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