Wieder gescheitert: ExoMars kriegt Fallschirme einfach nicht entwickelt
Die Entwicklungsgeschichte des Fallschirms reicht bis in die Renaissance zurück, in modernen Anwendungen kann die gezielte Nutzung des Luftwiderstands und dynamischen Auftriebs aber immer wieder große Probleme bereiten. So geschehen jetzt bei der ExoMars-Mission, die nun schon zum zweiten Mal am Test des Fallschirmsystems scheitert. Jetzt wird die Zeit zur Lösungs des Problems sehr knapp.
Mit der zweiten ExoMars-Mission will die europäische Weltraumagentur ESA in Zusammenarbeit mit russischen Kollegen eine Forschungsplattform auf den Mars bringen, die unter anderem nach Anzeichen für Leben auf dem Nachbarplaneten suchen soll. Dabei sollen der in der EU entwickelte Rover "Rosalind Franklin" zusammen mit der russischen Plattform "Kazachok" auf der Oberfläche abgesetzt werden. Ihre Reise sollte die Mission eigentlich im Sommer nächsten Jahres antreten, dieses Datum ist jetzt aber in Gefahr.
Wie die ESA in einem Update zum Fortschritt der Mission schreibt, waren bei einem ersten Test im Mai dieses Jahres beide Hauptfallschirme beschädigt worden. Danach war das Design des Systems angepasst und am 5. August ein weiterer Test durchgeführt worden. "Die ersten Schritte wurden korrekt abgeschlossen, vor der Entfaltung mussten aber wie beim vorangegangenen Test Schäden am Fallschirm festgestellt werden", so die Entwickler.
Der Test für das Fallschirmsystem endet erneut in einem schweren Fehlschlag
Auf den ersten Blick sollte man meinen, dass das Prinzip des Fallschirms nach einer Entwicklungsgeschichte von über 550 Jahren so gut verstanden ist, dass die Anwendung nur noch Formsache ist. In der Realität kommt es vor allem bei Vorhaben, die den extraterrestrischen Einsatz planen, immer wieder zu Problemen - so jetzt auch bei der ExoMars-Mission, die vermelden muss, dass auch der zweite Fallschirmtest fehlgeschlagen ist.Mit der zweiten ExoMars-Mission will die europäische Weltraumagentur ESA in Zusammenarbeit mit russischen Kollegen eine Forschungsplattform auf den Mars bringen, die unter anderem nach Anzeichen für Leben auf dem Nachbarplaneten suchen soll. Dabei sollen der in der EU entwickelte Rover "Rosalind Franklin" zusammen mit der russischen Plattform "Kazachok" auf der Oberfläche abgesetzt werden. Ihre Reise sollte die Mission eigentlich im Sommer nächsten Jahres antreten, dieses Datum ist jetzt aber in Gefahr.
Wie die ESA in einem Update zum Fortschritt der Mission schreibt, waren bei einem ersten Test im Mai dieses Jahres beide Hauptfallschirme beschädigt worden. Danach war das Design des Systems angepasst und am 5. August ein weiterer Test durchgeführt worden. "Die ersten Schritte wurden korrekt abgeschlossen, vor der Entfaltung mussten aber wie beim vorangegangenen Test Schäden am Fallschirm festgestellt werden", so die Entwickler.
Die Zeit wird jetzt knapp
"Es ist enttäuschend, dass die vorsorglich getroffenen Designänderungen, die nach den Anomalien beim letzten Test vorgenommen wurden, nicht helfen konnten, um den zweiten Test erfolgreich abzuschließen", so ExoMars-Teamleiter Francois Spoto. Anhand der Untersuchung von Hardware, Telemetrie und Videos solle jetzt "die Wurzel des Problems" ermittelt werden. Bis zum nächsten Test "im Frühjahr 2020" muss jetzt unter Hochdruck an Anpassungen gearbeitet werden. "Zum Mars zu kommen und im Besonderen dort zu landen, ist schwer", so Spoto.
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