Microsoft entwickelt autonomen KI-Assistenten nach OpenClaw-Vorbild

Microsoft entwickelt eine autonome Version seines KI-Assistenten Copilot, ganz nach OpenClaw-Vorbild. Die Software soll Aufgaben im Hintergrund völlig eigenständig erledigen und Computerprogramme selbst bedienen. Die Vorstellung wird für Juni 2026 erwartet.
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WinFuture/KI-generiert

Microsoft plant autonomen Assistenten

Der Softwarekonzern aus Redmond entwickelt aktuell eine neue Version des Assistenten Copilot. Das Ziel ist eine agentische Künstliche Intelligenz, die Aufgaben im Hintergrund selbstständig ausführt. Eine offizielle Vorstellung der neuen Funktionen wird für die Entwicklerkonferenz Build Anfang Juni 2026 erwartet. Damit reagiert das Unternehmen auf den aktuellen Wandel in der Branche, der sich von reinen Textgeneratoren hin zu aktiven Systemen bewegt.

Bisherige große Sprachmodelle analysieren und generieren vor allem Texte. Agentische Systeme gehen einen entscheidenden Schritt weiter. Sie agieren wie digitale Stellvertreter, die eigenständig Computerprogramme bedienen. Ein solcher Assistent arbeitet dauerhaft im Hintergrund und kann komplexe Prozesse ohne ständige Nutzereingaben abschließen. Das spart zwar viel Zeit, birgt aber auch enorme Risiken bei Fehlfunktionen, da die KI hier natürlich viel "Macht" bekommt.

Sicherheit als oberste Priorität

Vorbild für das Projekt ist die Open-Source-Plattform OpenClaw, die Nutzern die Erstellung lokaler Agenten ermöglicht. Wie The Information berichtet, bestätigt Microsofts Corporate Vice President Omar Shahine das Interesse an einer solchen Technologie für Unternehmenskunden. Während OpenClaw wegen fehlender Datenschutzvorkehrungen in der Kritik steht, arbeitet Microsoft eigenen Angaben nach an einer deutlich sichereren Variante.


Strenge Zugriffskontrollen sollen verhindern, dass das System durch unvorhergesehenes Verhalten Schaden anrichtet. Zu den ersten geplanten Funktionen gehört die autonome Verwaltung des Arbeitsalltags. Der Assistent soll unter anderem eingehende Nachrichten in Outlook lesen und priorisieren, den digitalen Kalender auf Überschneidungen prüfen sowie jeden Morgen eine strukturierte Aufgabenliste erstellen.

Um die Sicherheit zu erhöhen, plant Microsoft spezialisierte Versionen für Abteilungen wie den Vertrieb. Das beschränkt die Zugriffsrechte der Software auf den jeweils absolut notwendigen Bereich. Neben den Funktionen ist die Frage der technischen Umsetzung entscheidend.

Lokale Berechnung oder Server

Aktuell nutzen viele Anwender für lokale Projekte kompakte Rechner wie den Mac Mini von Apple, da OpenClaw dort effizient läuft. Ob der neue Copilot ebenfalls lokal auf dem Endgerät der Nutzer oder zentral in der Cloud berechnet wird, ist noch unklar. Eine rein cloudbasierte Lösung bietet Vorteile bei der verfügbaren Rechenleistung und der schnellen Bereitstellung von Updates.

Gleichzeitig weckt das Auslagern sensibler Firmendaten auf externe Server bei vielen Unternehmenskunden Bedenken bezüglich des Datenschutzes. Eine hybride Lösung, bei der sensible Aufgaben lokal und rechenintensive Prozesse in der Cloud stattfinden, könnte einen Kompromiss darstellen.

Würdet ihr einer Künstlichen Intelligenz vollen Zugriff auf das E-Mail-Postfach und den Kalender geben? Teilt eure Gedanken und Bedenken zu diesem Thema gerne mit uns in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Microsoft entwickelt eine neue Copilot-Version für autonome Aufgaben
  • Die Vorstellung erfolgt auf der Entwicklerkonferenz Anfang Juni 2026
  • Künftige Systeme agieren als Stellvertreter für komplexe IT-Prozesse
  • Hohe Sicherheitsstandards sollen Risiken bei Fehlfunktionen minimieren
  • Eine hybride Lösung könnte Datenschutz und Rechenleistung kombinieren
  • Spezialisierte Assistenten werden für einzelne Abteilungen entwickelt
  • Aktuelle Sprachmodelle werden zunehmend durch aktive Systeme ersetzt

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