In 30 Tagen: OpenClaw-Vater verbrennt Tokens im Wert von 1,3 Mio. $
Der Vater von OpenClaw hat durch die Verwendung seines KI-Bots in nur einem Monat Tokens im Wert von über 1,3 Millionen Dollar verbraucht. Ein Team aus 100 KI-Agenten zeigt, vor welcher Herausforderung die Softwareentwicklung der Zukunft steht.
Steinberger und sein dreiköpfiges Team nutzen die Künstliche Intelligenz nicht nur zur reinen Code-Generierung. Die eingesetzten Agenten übernehmen Aufgaben, die normalerweise eine mittelgroße Entwicklungsabteilung erfordern. Dazu gehören unter anderem die Überprüfung von Code-Änderungen, die Suche nach Sicherheitslücken und das Zusammenfassen doppelter Fehlermeldungen. Einige der digitalen Helfer nehmen sogar an Besprechungen teil und erstellen eigenständig Lösungsvorschläge für besprochene Funktionen.
Wie Peter Steinberger auf X berichtet, basiert die Rechnung auf dem teureren Schnellmodus der Programmierschnittstelle. Bei einer Standardausführung würden die monatlichen Kosten auf 'lediglich' 300.000 Dollar (etwa 260.000 Euro) sinken.
Dennoch verdeutlichen die Zahlen die enorme Diskrepanz zwischen Tokenkosten und Pauschalpreisen aktueller Abonnement-Modelle. Während Endkunden oft niedrige zweistellige Beträge zahlen, subventionieren Anbieter die Infrastruktur im Hintergrund massiv. Allerdings ist die Anbindung von OpenClaw nicht in allen Abos möglich.
OpenClaw entwickelte sich rasant zum am schnellsten wachsenden Open-Source-Projekt auf der Entwicklerplattform GitHub. Bis April 2026 überholte das System etablierte Projekte wie React oder TensorFlow bei den Nutzerbewertungen. Seit Februar 2026 arbeitet der Entwickler direkt für OpenAI. Dort nutzt er seinen privilegierten Zugang zu neuesten Modellen wie GPT-5.5, um die Grenzen der vollautomatisierten Programmierung gezielt auszuloten.
Die Entwicklung zeigt, dass das Programmieren in Zukunft eher eine Managementaufgabe für Entwickler werden dürfte. Anstatt selbst Codezeilen zu schreiben, delegieren sie Aufgaben an Schwärme von KI-Agenten und überwachen die Ergebnisse. Das senkt zwar die Personalkosten, verursacht dafür aber wieder andere Kosten, wie das aktuelle Beispiel von Steinberger zeigt.
Würdet ihr als Entwickler die Kontrolle komplett an autonome KI-Agenten abgeben? Wann werden die Kosten eurer Meinung nach so weit gesunken sein, dass OpenClaw und Co. komplett übernehmen? Teilt eure Meinung gerne mit uns in den Kommentaren!
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Siehe auch:
Kostenexplosion durch KI-Agenten
OpenClaw-Entwickler Peter Steinberger hat bei der Verwendung seines KI-Bots in 30 Tagen Tokens im Wert von über 1,3 Millionen Dollar (etwa 1,12 Mio. Euro) für die OpenAI-Schnittstelle verbraucht. Dabei kamen 100 Instanzen des Programmierwerkzeugs Codex parallel zum Einsatz. Das System verarbeitete 603 Milliarden Token in 7,6 Millionen Anfragen. Das von seinem jetzigen Arbeitgeber OpenAI finanzierte Experiment zeigt dabei, welche enormen Kosten autonome Softwareentwicklung verursachen kann.Steinberger und sein dreiköpfiges Team nutzen die Künstliche Intelligenz nicht nur zur reinen Code-Generierung. Die eingesetzten Agenten übernehmen Aufgaben, die normalerweise eine mittelgroße Entwicklungsabteilung erfordern. Dazu gehören unter anderem die Überprüfung von Code-Änderungen, die Suche nach Sicherheitslücken und das Zusammenfassen doppelter Fehlermeldungen. Einige der digitalen Helfer nehmen sogar an Besprechungen teil und erstellen eigenständig Lösungsvorschläge für besprochene Funktionen.
Wie Peter Steinberger auf X berichtet, basiert die Rechnung auf dem teureren Schnellmodus der Programmierschnittstelle. Bei einer Standardausführung würden die monatlichen Kosten auf 'lediglich' 300.000 Dollar (etwa 260.000 Euro) sinken.
Dennoch verdeutlichen die Zahlen die enorme Diskrepanz zwischen Tokenkosten und Pauschalpreisen aktueller Abonnement-Modelle. Während Endkunden oft niedrige zweistellige Beträge zahlen, subventionieren Anbieter die Infrastruktur im Hintergrund massiv. Allerdings ist die Anbindung von OpenClaw nicht in allen Abos möglich.
Vom PDF-Erfolg zum KI-Pionier
Der Kopf hinter dem Projekt ist in der IT-Branche weithin bekannt. Steinberger gründete 2011 das Unternehmen PSPDFKit. Dessen Werkzeuge zur PDF-Verarbeitung laufen heute auf über einer Milliarde mobiler Endgeräte. Nach seinem Ausstieg wandte er sich der Automatisierung zu und entwickelte OpenClaw. Das System agiert lokal auf der Hardware der Nutzer und verbindet sich direkt mit Programmen wie Slack, Discord oder WhatsApp.OpenClaw entwickelte sich rasant zum am schnellsten wachsenden Open-Source-Projekt auf der Entwicklerplattform GitHub. Bis April 2026 überholte das System etablierte Projekte wie React oder TensorFlow bei den Nutzerbewertungen. Seit Februar 2026 arbeitet der Entwickler direkt für OpenAI. Dort nutzt er seinen privilegierten Zugang zu neuesten Modellen wie GPT-5.5, um die Grenzen der vollautomatisierten Programmierung gezielt auszuloten.
Die Herausforderung
Der massive Token-Verbrauch zeigt die wirtschaftlichen Hürden der Technologie. Einerseits ermöglicht die Automatisierung extrem schlanke Teams, die den Output großer Abteilungen erreichen. Andererseits stehen Unternehmen vor der Herausforderung, immense Betriebskosten zu bewältigen, sobald sie Systeme im großen Stil einsetzen. Wann sich solche Werkzeuge flächendeckend durchsetzen, hängt stark von künftigen Preissenkungen bei der Rechenleistung ab. Sobald der Preis für Compute sinkt, wird auch der Einsatz von Agenten wie OpenClaw weiter ansteigen.Die Entwicklung zeigt, dass das Programmieren in Zukunft eher eine Managementaufgabe für Entwickler werden dürfte. Anstatt selbst Codezeilen zu schreiben, delegieren sie Aufgaben an Schwärme von KI-Agenten und überwachen die Ergebnisse. Das senkt zwar die Personalkosten, verursacht dafür aber wieder andere Kosten, wie das aktuelle Beispiel von Steinberger zeigt.
Würdet ihr als Entwickler die Kontrolle komplett an autonome KI-Agenten abgeben? Wann werden die Kosten eurer Meinung nach so weit gesunken sein, dass OpenClaw und Co. komplett übernehmen? Teilt eure Meinung gerne mit uns in den Kommentaren!
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Zusammenfassung
- OpenClaw-Gründer verbraucht 1,3 Millionen Dollar an Tokens in nur 30 Tagen
- 100 Codex-Instanzen verarbeiteten 603 Milliarden Token in 7,6 Millionen Anfragen
- Die KI-Agenten übernehmen Aufgaben einer mittelgroßen Entwicklungsabteilung
- Kosten verdeutlichen enorme Diskrepanz zwischen Tokenkosten und Abopreisen
- Künftige Preissenkungen bei Rechenleistung entscheidend für breiten Einsatz
- Die Zukunft der Programmierung könnte zur Managementaufgabe werden
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