Starlink via Telekom: Das ist das erste Angebot mit Satelliten-Internet

Die Telekom bietet Großkunden in Deutschland ab sofort Starlink als ausfallsichere Internetanbindung an. Der neue Service dient als zuverlässiges Backup für Standorte ohne Glasfaser und umfasst Installation sowie Betrieb der Antennen.
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Ausfallsicheres Internet aus dem All

Großkunden und Einrichtungen des öffentlichen Sektors in Deutschland können ab sofort eine neue Satellitenlösung für ihre Internetanbindung nutzen. Der Dienst "Satellite Internet Access by Starlink" richtet sich an Standorte, die bisher nicht ausreichend über Glasfaser oder Mobilfunk versorgt sind. Die Technik soll als Brücke dienen, bis leitungsgebundene Anschlüsse verfügbar sind.

Im Mittelpunkt steht neben der Anbindung abgelegener Gebiete der Schutz vor Ausfällen. Fällt die terrestrische Primärverbindung aus, übernimmt eine Satellitenleitung automatisch den Datenverkehr. Solche redundanten Verbindungen sind vor allem für zeitkritische Prozesse in Logistik und Produktion wichtig.


Unternehmen könnten die Starlink-Hardware zwar selbst beschaffen, die Telekom bietet den Dienst jedoch als Komplettpaket an. Der Konzern übernimmt Planung, Montage, Netzanbindung und Betrieb der Antennen und fungiert als zentraler Ansprechpartner. Die Abrechnung erfolgt über bestehende Systeme.

Technik mit Vor- und Nachteilen

Grundlage ist das Satellitennetzwerk des US-Unternehmens SpaceX mit inzwischen mehr als 5.000 Satelliten im niedrigen Erdorbit. Zum Einsatz kommen wartungsarme Phased-Array-Antennen, die sich elektronisch ausrichten. Damit sind Downloadraten von bis zu 400 Megabit pro Sekunde und Uploads von 40 Megabit pro Sekunde möglich, die Latenz liegt zwischen 20 und 60 Millisekunden.

Für Geschäftskunden gibt es im Unterschied zu Privatkundentarifen keine Daten-Flatrate. Stattdessen stehen Buchungspakete von 50 Gigabyte bis zehn Terabyte zur Verfügung. Im Gegenzug erhalten Unternehmen priorisierte Netzkapazitäten, ihre Daten werden bei hoher Auslastung bevorzugt übertragen.

Der stationäre Dienst unterscheidet sich von der geplanten Direct-to-Device-Technik, die ab 2028 herkömmliche Smartphones ohne Zusatzhardware direkt mit Satelliten verbinden soll. Aktuell kommen fest installierte Panel-Antennen zum Einsatz. Ein Pilotbetrieb läuft bei einer Brauereikette in Ostdeutschland, die damit die Zeit bis zum Glasfaser-Ausbau überbrückt.

Nutzt euer Arbeitgeber bereits Satelliten-Internet als Ausfallschutz oder ist das für euch noch Zukunftsmusik? Teilt eure Erfahrungen und Meinungen gerne mit uns in den Kommentaren!

Was ist Telekom SIA genau?
"Satellite Internet Access by Starlink" (SIA) ist ein neuer Managed Service der Telekom für Geschäftskunden. Er nutzt das Satellitennetzwerk von SpaceX, um Breitbandinternet an Orten bereitzustellen, wo Glasfaser oder Mobilfunk fehlen.

Im Arbeitsalltag bedeutet das: Baustellen, abgelegene Filialen oder Krisengebiete lassen sich schnell vernetzen. Die Telekom liefert dabei alles aus einer Hand - von der Hardware bis zur Integration in bestehende Firmennetze.
Warum nicht direkt bei Starlink buchen?
Technisch gesehen kann jedes Unternehmen Starlink-Hardware selbst bestellen und in unter einer Stunde einrichten. Der Mehrwert der Telekom liegt im sogenannten Managed Service für Großkunden und den öffentlichen Sektor.

Die Telekom übernimmt Montage, Netzanbindung und den laufenden Support, bei Bedarf sogar direkt vor Ort. Zudem läuft die Abrechnung transparent über die gewohnte Telekom-Rechnung, was den administrativen Aufwand in der IT-Abteilung deutlich reduziert.
Für wen lohnt sich das Angebot?
SIA richtet sich primär an Großkunden, die eine Brückentechnologie oder Redundanz benötigen. Ein praktisches Beispiel ist eine Brauereikette, die mit SIA einen neuen Standort in Ostdeutschland anbindet, da der reguläre Glasfaser-Ausbau dort noch andauert.

Auch für zeitkritische Prozesse wie Kassensysteme, Logistik-Terminals oder Produktionssteuerungen ist die Lösung ideal. Sie sichert die Konnektivität ab, falls die primäre terrestrische Leitung ausfallen sollte.
Wie schnell ist das Satelliten-Netz?
Die Technik basiert auf modernen Phased-Array-Antennen und über 10.000 SpaceX-Satelliten. Nutzer können Download-Raten von bis zu 400 Mbit/s und Uploads von bis zu 40 Mbit/s erwarten, abhängig von der aktuellen Netzlast.

Besonders für IT-Profis wichtig: Die Latenz liegt bei praxistauglichen 20 bis 60 Millisekunden. Damit sind auch anspruchsvolle Anwendungen wie VPN-Verbindungen oder eine vollständige Standortvernetzung problemlos realisierbar.
Eignet sich SIA als Backup-Lösung?
Ja, das ist sogar einer der Hauptanwendungsfälle. Mit SIA wird der Himmel quasi zur Backup-Leitung. Fällt die Primärversorgung durch einen Baggerbiss oder eine Störung aus, übernimmt die Satellitenverbindung nahtlos.

Laut Starlink liegt die Verfügbarkeit der Satellitenverbindung bei mindestens 99,9 Prozent. Für Unternehmen, bei denen jede Minute Netzwerkausfall bares Geld kostet, bietet dies eine sehr hohe Ausfallsicherheit unabhängig von lokaler Infrastruktur.
SIA vs. D2D: Wo liegt der Unterschied?
SIA ist eine stationäre Lösung, die spezielle Hardware (Satellitenschüsseln) benötigt, um ganze Firmenstandorte mit hohen Bandbreiten zu versorgen. Es ist ab sofort für Geschäftskunden der Telekom verfügbar.

D2D (Direct-to-Device) hingegen ist für die Zukunft geplant und soll ab 2028 starten. Dabei verbinden sich handelsübliche Smartphones im Freien direkt mit Satelliten, um SMS, Telefonie und Basis-Datendienste in Funklöchern zu ermöglichen.
Gibt es Kritik an der Kooperation?
Die Zusammenarbeit zwischen der Telekom und dem von Elon Musk geführten Unternehmen wird nicht nur positiv gesehen. Es heißt, dass es Anfang März Kritik an dieser Partnerschaft gab, auf die die Telekom reagieren musste.

Angeblich gibt es Bedenken hinsichtlich der Abhängigkeit von einem einzelnen US-Anbieter im Bereich kritischer Infrastruktur. Die Telekom positioniert sich hier jedoch als verlässlicher Mittelsmann, der die Service-Qualität und den Support für deutsche Kunden garantiert.
Zusammenfassung
  • Telekom bietet Satelliteninternet von Starlink für Großkunden an
  • Der Dienst richtet sich an Standorte ohne Glasfaser oder Mobilfunk
  • Bei Ausfall der Primärverbindung übernimmt das Satelliten-Backup nahtlos
  • Die Telekom übernimmt Montage, Netzanbindung und laufenden Betrieb komplett
  • SpaceX betreibt über 5000 Satelliten im niedrigen Erdorbit für den Dienst
  • Geschäftskunden buchen feste Datenpakete statt einer unbegrenzten Flatrate
  • Ab dem Jahr 2028 soll Direct-to-Device Smartphones direkt verbinden



Großer Internet-Vergleichs-Rechner

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