Pläne aufgetaucht: Deutschland-App sollen Behördengang digitalisieren
Die Bundesregierung plant eine große Verwaltungsreform: Mit der Deutschland-App sollen Behördengänge wie Kindergeld beantragen, Ummelden oder Firmengründungen künftig zentral per App laufen - mit Unterstützung von KI-Agenten, die durch die Anträge führen.
Künftig sollen Nutzer über die App Behördengänge weitgehend online erledigen können. Geplant sind Funktionen wie Terminbuchungen, Anträge auf Kindergeld, Adressänderungen oder sogar die Vorbereitung einer Firmengründung.
Nach dem Konzept soll die Deutschland-App als zentrale Verwaltungsplattform dienen, die Angebote von Bund, Ländern und Kommunen bündelt. Für die Umsetzung setzt der Bund dem Bericht zufolge auf zwei große IT-Partner. Der Softwarekonzern SAP soll die Plattformtechnologie und KI-Funktionen entwickeln, die Telekom-Tochter T-Systems übernimmt Infrastruktur und Datenspeicherung.
Zuständig auf Regierungsseite ist das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung unter Minister Karsten Wildberger (CDU). Eine besondere Rolle sollen "lernende KI-Agenten" spielen. Sie sollen Bürger Schritt für Schritt durch die Antragsprozesse führen, Eingaben prüfen und Abläufe im Hintergrund automatisiert abwickeln. Ziel ist es, komplizierte Formulare zu vereinfachen und Fehler bei der Dateneingabe zu reduzieren.
Ein erster Prototyp der Deutschland-App soll bereits im April vorliegen. Anschließend ist ein Testlauf in ausgewählten Städten sowie bei der Bundesagentur für Arbeit geplant. Details zum Funktionsumfang der Testversion sind bislang noch offen.
Wie steht ihr zu so einer zentralen Behörden-App: längst überfälliger Digitalisierungsschub oder macht euch die Bündelung sensibler Daten in einer einzigen Plattform eher Sorgen?
Siehe auch:
Digitaler Zugang zu staatlichen Dienstleistungen
Die Bundesregierung treibt die Digitalisierung der Verwaltung voran und plant eine zentrale Behörden-App für Bürger. Nach Informationen des Handelsblatts soll die Plattform den Arbeitstitel "Deutschland-App" tragen und einen einheitlichen digitalen Zugang zu staatlichen Dienstleistungen bieten.Künftig sollen Nutzer über die App Behördengänge weitgehend online erledigen können. Geplant sind Funktionen wie Terminbuchungen, Anträge auf Kindergeld, Adressänderungen oder sogar die Vorbereitung einer Firmengründung.
Nach dem Konzept soll die Deutschland-App als zentrale Verwaltungsplattform dienen, die Angebote von Bund, Ländern und Kommunen bündelt. Für die Umsetzung setzt der Bund dem Bericht zufolge auf zwei große IT-Partner. Der Softwarekonzern SAP soll die Plattformtechnologie und KI-Funktionen entwickeln, die Telekom-Tochter T-Systems übernimmt Infrastruktur und Datenspeicherung.
Zuständig auf Regierungsseite ist das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung unter Minister Karsten Wildberger (CDU). Eine besondere Rolle sollen "lernende KI-Agenten" spielen. Sie sollen Bürger Schritt für Schritt durch die Antragsprozesse führen, Eingaben prüfen und Abläufe im Hintergrund automatisiert abwickeln. Ziel ist es, komplizierte Formulare zu vereinfachen und Fehler bei der Dateneingabe zu reduzieren.
Ein erster Prototyp der Deutschland-App soll bereits im April vorliegen. Anschließend ist ein Testlauf in ausgewählten Städten sowie bei der Bundesagentur für Arbeit geplant. Details zum Funktionsumfang der Testversion sind bislang noch offen.
Deutsche Verwaltungs-App
Ganz neu ist die Idee einer Verwaltungs-App in Deutschland nicht. In einzelnen Bundesländern gibt es bereits Angebote wie die "HessenApp" oder die "BayernApp", die regionale Services bündeln. Außerdem setzt die deutsch-türkische Softwarefirma Kobil mit einer sogenannten "Super-App" auf einen ähnlichen Ansatz. Ihre Lösung ist bereits in Worms sowie in der türkischen Metropole Istanbul im Einsatz.Wie steht ihr zu so einer zentralen Behörden-App: längst überfälliger Digitalisierungsschub oder macht euch die Bündelung sensibler Daten in einer einzigen Plattform eher Sorgen?
Zusammenfassung
- Bundesregierung plant eine zentrale Behörden-App für alle Bürger
- Die neue Plattform trägt derzeit den Arbeitstitel Deutschland-App
- Behördengänge wie Kindergeld oder Adressänderungen werden digitalisiert
- SAP entwickelt die Plattformtechnologie, T-Systems die Infrastruktur
- KI-Agenten sollen Bürger durch komplizierte Antragsprozesse führen
- Ein erster Prototyp der App soll bereits im April vorliegen
- Ähnliche Apps wie die HessenApp oder BayernApp existieren bereits
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