Sieg über Apple: Android hängt das iPhone beim Surfen ab

Google feiert einen neuen Meilenstein: Android und Chrome sollen beim Surfen im Netz nun deutlich schneller sein als Apples iPhone. Doch während die Benchmark-Ergebnisse beachtlich sind, fällt der spürbare Unterschied in der Praxis eher gering aus.
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WinFuture / KI-generiert

Android überholt iPhone im Web

Google hat den Konkurrenten Apple ins Visier genommen und verkündet einen neuen Leistungsrekord. Demnach ist das hauseigene Betriebssystem Android in Kombination mit dem Chrome-Browser ab sofort die schnellste mobile Plattform für das Surfen im Internet. Erreicht wurde das durch eine enge Zusammenarbeit mit Chipherstellern und eine optimierte Abstimmung zwischen Hardware und Software.

Im Fokus stehen dabei aktuelle Flaggschiff-Smartphones, die in wichtigen Benchmarks am iPhone vorbeiziehen sollen. Diese Leistungssteigerung betrifft nicht nur den Browser selbst, sondern das gesamte System, da über 90 Prozent aller Android-Apps auf die Systemkomponente WebView zur Darstellung von Inhalten zurückgreifen. Android 17Aktueller Performance-Vergleich: Android vs. 'Andere' Wie Google mitteilt, basieren die Aussagen auf den Messwerten zweier spezifischer Testverfahren. Zum Einsatz kamen der Industriestandard Speedometer 3.1 sowie das neuere Tool LoadLine. Während Speedometer die Reaktionsfreudigkeit bei Eingaben simuliert, misst LoadLine die Zeit vom Klick bis zur vollständigen Anzeige einer Seite.

Besonders beim Test mit LoadLine zeigen sich deutliche Unterschiede auf dem Papier. Hier sollen Android-Geräte der Oberklasse bis zu 47 Prozent besser abschneiden als die Konkurrenzmodelle von Apple. Google führt das auf eine vertikale Integration zurück. Dabei wurden der Kernel von Android und die Engine von Chrome so angepasst, dass sie effizienter mit den Prozessoren kommunizieren.


Theorie trifft auf Praxis

Die hohen Zuwächse in den synthetischen Tests lassen sich jedoch nur bedingt auf den Alltag übertragen. Zwar sprechen die Labortests von Leistungssteigerungen zwischen 20 und 60 Prozent im Jahresvergleich, das tatsächliche Nutzererlebnis fällt aber moderater aus. Entwickler von Browser-Engines stehen oft vor der Herausforderung, dass Labormessungen die Komplexität des modernen Webs nicht vollständig abbilden.

Laut den von Google veröffentlichten Daten dürfen Anwender mit vier bis sechs Prozent schnelleren Ladezeiten rechnen. Die Interaktionen auf Webseiten, etwa das Scrollen oder Tippen, laufen sechs bis neun Prozent flüssiger ab. Das ist eine messbare technische Verbesserung. Für das menschliche Auge sind solche Millisekunden-Unterschiede im täglichen Gebrauch jedoch oft kaum noch wahrnehmbar.

Ein genauerer Blick lohnt sich auf den technischen Hintergrund des Benchmarks LoadLine. Anders als reine synthetische Tests nutzt das Werkzeug aufgezeichnete Versionen echter Webseiten, darunter Nachrichtenportale und Shopping-Seiten. Das soll verhindern, dass Chiphersteller ihre Geräte nur auf abstrakte Rechenaufgaben hin optimieren, die wenig mit dem echten Surfverhalten der Nutzer zu tun haben.

Spürt ihr auf eurem Android-Smartphone bereits einen Geschwindigkeitszuwachs beim Surfen oder haltet ihr den Vergleich für Marketing? Schreibt uns eure Erfahrungen in die Kommentare!

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Zusammenfassung
  • Google erklärt Android mit Chrome zum schnellsten mobilen Browser
  • Enge Zusammenarbeit mit Chipherstellern optimiert die Leistung
  • Android-Flaggschiffe schlagen das iPhone in wichtigen Benchmarks
  • Speedometer und LoadLine dienen als Testverfahren für die Messung
  • Bei LoadLine schneiden Android-Geräte bis zu 47 Prozent besser ab
  • Reale Verbesserungen liegen nur bei vier bis neun Prozent im Alltag
  • LoadLine nutzt aufgezeichnete echte Webseiten für realistische Tests

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