Mit DDoS-Tools gehandelt:
Razzien bei Kindern und Jugendlichen
Eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen wurde von der polnischen Polizei beim Handel mit DDoS-Tools ertappt. Es kam zu Durchsuchungen in Kinderzimmern und die Beschuldigten müssen sich nun vor einem Familiengericht verantworten.
Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein damals 14-jähriger Verdächtiger, der im Jahr 2025 als möglicher Administrator der angebotenen Angriffswerkzeuge identifiziert wurde, berichtete das britische Magazin The Register unter Berufung auf Behördenangaben. Polizisten suchten den Jugendlichen an seinem Wohnort in der zentralpolnischen Woiwodschaft Masowien auf und stellten dort Datenträger und andere Beweismittel sicher.
Die anschließende Auswertung führte schließlich zu sechs weiteren Verdächtigen. In der vergangenen Woche durchsuchten Ermittler Wohnungen der übrigen Jugendlichen in mehreren Regionen des Landes, darunter in den Woiwodschaften Masowien, Lublin, Łódź und Großpolen. Dabei fanden sie laut CBZC technische Werkzeuge und Infrastruktur, die mutmaßlich für Angriffe auf Webseiten eingesetzt wurden. Beschlagnahmt wurden unter anderem Smartphones, Laptops, Speichermedien sowie ein Notizbuch und handschriftliche Aufzeichnungen.
Da alle Beschuldigten zur Tatzeit minderjährig waren, werden ihre Fälle vor einem Familiengericht verhandelt. In Polen liegt bei jungen Tätern der Schwerpunkt rechtlich eher auf Erziehung als auf Strafe. Kinder unter 13 Jahren können grundsätzlich nicht strafrechtlich belangt werden. Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren werden meist durch erzieherische Maßnahmen sanktioniert, während nur bei besonders schweren Verbrechen - etwa Mord - bereits 15-Jährige vor regulären Strafgerichten angeklagt werden können. Cyberdelikte fallen jedoch nicht in diese Kategorie.
Siehe auch:
Allesamt Minderjährig
Die Ermittlungen in dem Fall führten zu sieben Personen im Alter zwischen 12 und 16 Jahren. Ihnen wird vorgeworfen, DDoS-Kits aus Profitinteresse im Internet verkauft zu haben. Die Ermittlungen führt das Zentrale Büro zur Bekämpfung der Cyberkriminalität (CBZC). Nach Angaben der Behörde wurden die von der Gruppe vertriebenen Programme mit mehreren Angriffen auf Organisationen und bekannte Internetdienste in Verbindung gebracht.Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein damals 14-jähriger Verdächtiger, der im Jahr 2025 als möglicher Administrator der angebotenen Angriffswerkzeuge identifiziert wurde, berichtete das britische Magazin The Register unter Berufung auf Behördenangaben. Polizisten suchten den Jugendlichen an seinem Wohnort in der zentralpolnischen Woiwodschaft Masowien auf und stellten dort Datenträger und andere Beweismittel sicher.
Die anschließende Auswertung führte schließlich zu sechs weiteren Verdächtigen. In der vergangenen Woche durchsuchten Ermittler Wohnungen der übrigen Jugendlichen in mehreren Regionen des Landes, darunter in den Woiwodschaften Masowien, Lublin, Łódź und Großpolen. Dabei fanden sie laut CBZC technische Werkzeuge und Infrastruktur, die mutmaßlich für Angriffe auf Webseiten eingesetzt wurden. Beschlagnahmt wurden unter anderem Smartphones, Laptops, Speichermedien sowie ein Notizbuch und handschriftliche Aufzeichnungen.
Erziehung statt Strafe
Nach Einschätzung der Ermittler kannten sich die Verdächtigen persönlich und standen regelmäßig miteinander in Kontakt. Gemeinsam hätten sie die Angriffswerkzeuge verwaltet und eingesetzt, um damit Geld zu verdienen. Die Behörde betonte allerdings, dass viele solcher Angriffe relativ kurz dauern und für Nutzer häufig kaum bemerkbar sind, etwa wenn eine Webseite nur für rund 15 Minuten ausfällt. Zugleich warnte sie davor, solchen Attacken unnötige Aufmerksamkeit oder gar "Ruhm" zu verschaffen.Da alle Beschuldigten zur Tatzeit minderjährig waren, werden ihre Fälle vor einem Familiengericht verhandelt. In Polen liegt bei jungen Tätern der Schwerpunkt rechtlich eher auf Erziehung als auf Strafe. Kinder unter 13 Jahren können grundsätzlich nicht strafrechtlich belangt werden. Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren werden meist durch erzieherische Maßnahmen sanktioniert, während nur bei besonders schweren Verbrechen - etwa Mord - bereits 15-Jährige vor regulären Strafgerichten angeklagt werden können. Cyberdelikte fallen jedoch nicht in diese Kategorie.
Zusammenfassung
- Polnische Polizei ermittelt gegen sieben Jugendliche im Alter von 12 bis 16
- Die Gruppe verkaufte DDoS-Angriffswerkzeuge im Internet aus Profitgier
- Ein damals 14-Jähriger wurde 2025 als Administrator identifiziert
- Durchsuchungen fanden in mehreren polnischen Woiwodschaften statt
- Smartphones, Laptops und Speichermedien wurden dabei beschlagnahmt
- Die Beschuldigten kannten sich persönlich und standen in Kontakt
- Fälle werden vor einem Familiengericht verhandelt, da alle minderjährig
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