OpenAI-Chef zynisch: Ein Mensch kostet mehr Energie als KI-Training

Sam Altman weist Kritik an der Umweltbilanz von KI zurück und stellt die Effizienz menschlicher Intelligenz infrage. Während ein Mensch 20 Jahre Nahrung benötige, um klug zu werden, sei der Betrieb fertiger KI-Modelle im direkten Vergleich oft sparsamer.
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Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich

OpenAI-CEO Sam Altman trat Ende Februar 2026 auf dem "India AI Impact Summit" in Neu-Delhi auf. Dort wehrte er sich offensiv gegen die Kritik an der Umweltbilanz künstlicher Intelligenz - verstörte mit seinen Vergleichen aber auch. In einem Interview auf der Bühne argumentierte der KI-Manager, der Energieaufwand für das Training von KI-Modellen werde oft unfair bewertet. Er stellte dem die massiven Ressourcen gegenüber, die für die Entwicklung und Erhaltung menschlicher Intelligenz notwendig seien.

Laut Altman verbrauche das "Training" eines biologischen Menschen ebenfalls gewaltige Mengen an Energie. Das umfasse etwa 20 Jahre an Lebenszeit und konsumierter Nahrung, bevor ein Individuum überhaupt als klug gelte. Zudem müsse man die gesamte evolutionäre Entwicklung von rund 100 Milliarden Menschen berücksichtigen, die nötig war, um den heutigen intellektuellen Stand der Spezies zu erreichen.

Im direkten Vergleich schneide eine fertig trainierte KI bei der reinen Aufgabenbewältigung besser ab, meint Altman. Während das menschliche Gehirn zwar äußerst effizient arbeite, benötige der biologische Lernprozess bis zur Reife gigantische Vorleistungen. Ein modernes KI-Modell hingegen verbrauche im reinen Betrieb - der sogenannten Inferenz - mittlerweile vermutlich weniger Energie als ein Mensch für denselben Denkvorgang.

Wasserverbrauch laut Altman ein "Mythos"

Ein weiterer zentraler Streitpunkt war der Wasserverbrauch von Serverfarmen. Im Internet kursierende Behauptungen, eine einzige ChatGPT-Anfrage verbrauche etwa 64 Liter Wasser, wies Altman scharf zurück. Er bezeichnete solche Zahlen als "völlig verrückt". Wie TechCrunch berichtet, räumte der CEO ein, dass der Wasserverbrauch früher durch Verdunstungskühlung problematisch war. Moderne Anlagen hätten das jedoch weitgehend hinter sich gelassen.

Tatsächlich setzen neuere Rechenzentren vermehrt auf geschlossene Kreisläufe oder Luftkühlung, um den Wasserbedarf zu senken. Dennoch stieg der Wasserkonsum großer Tech-Konzerne in den letzten Jahren laut Umweltberichten oft zweistellig an. Altman gestand zumindest ein, dass der gesamte weltweite Energiebedarf der Branche immens sei und weiter steige. Die Lösung sieht er jedoch nicht in einer Drosselung der Entwicklung.

Stattdessen forderte er einen schnellen Ausbau emissionsfreier Energiequellen. Kernkraft sowie Wind- und Solarenergie sollen den Hunger der Datenzentren stillen. Altmans Aussagen stießen nicht überall auf Zustimmung, ganz im Gegenteil. Viele kritisierten vor Ort die ethische Gleichsetzung von Technologie und menschlichen Lebewesen. Auch in sozialen Netzwerken wurden Altmans Vergleiche teilweise als "anti-human" bezeichnet.

Haltet ihr Altmans Vergleich zwischen KI und Mensch für gerechtfertigt oder geschmacklos und zynisch? Wir sind gespannt auf eure Perspektiven - schreibt sie uns in die Kommentare!

Zusammenfassung
  • Altman verglich den Energieaufwand von KI mit menschlicher Entwicklung
  • Ein Mensch brauche rund 20 Jahre an Nahrung, um als klug zu gelten
  • Der OpenAI-Chef sprach Ende Februar 2026 auf einem Gipfel in Neu-Delhi
  • Behauptungen über 64 Liter Wasserverbrauch pro Anfrage nannte er verrückt
  • Moderne Rechenzentren setzen verstärkt auf Luftkühlung statt Verdunstung
  • Altman fordert den schnellen Ausbau emissionsfreier Energiequellen
  • Kritiker bezeichneten seine Vergleiche als antihumanistisch und zynisch

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